Vereinstreu: Vertragsverlängerung in Kaiserslautern war für Macho "Ehrensache"
- Macho: "Auch ich habe das Ding mitverpockt"
- Mit Lexa nächste Saison in zweiter deutscher Liga
Der 1. FC Kaiserslautern musste zum zweiten Mal nach 1996 den bitteren Gang in die zweite deutsche Fußball-Bundesliga antreten. Dass es für den Kultverein in der kleinsten der zwölf WM-Städte wie damals gleich mit dem Wiederaufstieg klappt, dafür sollen auch zwei Österreicher sorgen: Tormann Jürgen Macho und Mittelfeldspieler Stefan Lexa.
Macho hat trotz des Abstiegs des FCK seinen Vertrag bis 2008 verlängert, für den 28-Jährigen "eine Ehrensache". "Ich hatte finanziell weitaus bessere Angebote. Aber auch ich habe das Ding mitverpockt. Und Ich bin einer, der in so einer Situation nicht einfach wegläuft", so Macho im Gespräch mit der APA.
Der Wiener hatte die Frühjahrssaison der Bundesliga auf Grund des Bruchs der Elle im linken Unterarm komplett verpasst, die Verletzung ist aber mittlerweile ausgeheilt. "Ich gehe davon aus, dass ich voll fit in die Saison gehe." Nicht nur Macho weiß, dass die Mission Wiederaufstieg kein Honiglecken wird.
"Man muss sich nur anschauen, welche Vereine und welche Spieler in dieser Liga dabei sind. Wir dürfen nicht nur vom Aufstieg reden, sondern müssen erst einmal eine Mannschaft werden. Immerhin haben gleich 17 Spieler den Verein verlassen. Wir haben eine komplett neue Mannschaft. Und gegen Lautern werden die Klubs doppelt und dreifach motiviert sein. Darauf müssen wir uns einstellen. Das wird ein verdammt hartes Jahr."
Im Gegenzug zu der Flut an Abgängen sind eine ganze Menge neuer Leute in die Pfalz gewechselt, u.a. Machos Landsmann Lexa. Warum der 29-Jährige von Eintracht Frankfurt zu einem Zweitligisten wechselt, ist für Lexa schnell erklärt: "Erstens ist der FCK ein Traditionsverein mit einem gewaltigen Zuschauerpotenzial. Und zweitens freue ich mich auf einen Trainer, der mich unbedingt haben wollte und voll und ganz hinter mir steht. Das war ja zuletzt in Frankfurt nicht der Fall."
Unter Eintracht-Coach Friedhelm Funkel war Lexa in der Winterpause ausgemustert worden, gegen Saisonende rutschte der ÖFB-Teamspieler aber dank einiger Verletzungen noch einmal ins Aufgebot. "Lange Zeit durfte ich mich nicht zeigen. Dann bekam ich eine Chance und danach konnte mich Funkel einfach nicht mehr aus der Mannschaft nehmen. Diese Situation konnte ich erfolgreich für Eigenwerbung nutzen." Das Saisonfinish von Lexa war stark und brachte ihm u.a. auch eine Teilnahme am DFB-Cupfinale in Berlin (0:1 gegen Bayern München).
Macho und Lexa nehmen mit den "Roten Teufeln" am 30. Juni das Vorbereitungstraining auf. Am 2. Juli reist Lautern dann ins Trainingslager nach Österreich, wo am 4. Juli in Kapfenberg gegen den dortigen Red-Zac-Erstligisten und am 8. Juli in Irdning gegen Vizemeister Salzburg getestet wird.
(apa/red)
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