Anti-Terror-Razzia in Riad: Sieben Tote bei Erstürmung eines Extremisten-Verstecks
- Ein Verdächtiger konnte festgenommen werden
- Terror-Gruppe soll Anschlag geplant haben
·USA: Terrorfahnder vereitelten Anschlag
Pläne der Verdächtigen noch in Anfangsstadium
·Terror-Video: Neue Botschaft Al-Zawahiris
In Kanada machte Bin-Laden-Band die Runde
Bei einer Schießerei in Riad hat die saudiarabische Polizei am Freitag sechs mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al Kaida getötet. Wie das saudiarabische Innenministerium mitteilte, kam bei dem Feuergefecht auch ein Polizist ums Leben. Darüber hinaus wurden mehrere Menschen verletzt, darunter auch ein siebtes Al-Kaida-Mitglied, das festgenommen wurde. Unter den Verletzten waren auch Beamte der Sicherheitskräfte. Die getöteten mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieder planten nach Polizeiangaben einen Terrorakt in Saudi-Arabien.
Die Sicherheitskräfte seien von sieben Verdächtigen am Freitag in dem Wohngebiet al-Nachil aus einer Villa heraus beschossen worden, teilte die Polizei mit. Die Beamten hätten das Feuer erwidert und bei dem rund eine halbe Stunde dauernden Feuergefecht sechs der Männer getötet und einen verletzt. Auch ein Hubschrauber war nach Angaben von Augenzeugen an der Aktion beteiligt. Die Gruppe der Verdächtigen habe einen "terroristischen Akt" geplant gehabt und sei auf der Basis von Geheimdienstinformationen verfolgt worden, teilte die Polizei mit.
Der Wohnbezirk wurde mittlerweile von der Polizei abgesperrt. Das saudische Staatsfernsehen zeigte Polizeikräfte vor Ort, die durch die Schießerei beschädigte Fahrzeuge abtransportierten. Außerdem wurden Taschen sowie Kartons mit beschlagnahmten Dokumenten und Geräten, darunter einen Computer, aus dem Haus getragen, das als Versteck der mutmaßlichen Extremisten galt.
Am 1. April hatte der saudiarabische König Abdullah ein hartes Vorgehen gegen den Al-Kaida-Ableger in dem Land angekündigt. Die Organisation Al Kaida auf der arabischen Halbinsel hat sich bereits zu zahlreichen Anschlägen bekannt. Ende Februar hatte das Innenministerium den Tod des Chefs der Gruppe, Fahd Ben Faraj Ben Mohammed al Joweir (Juweir), bekannt gegeben. Joweir war unter anderem die Planung der fehlgeschlagenen Anschläge auf die Ölanlagen von Abkaik vorgeworfen worden, aus denen zehn Prozent der weltweiten Produktion stammen.
Bei dem Attentat auf die Öl- und Gasraffinerie in Abkaik im Februar waren die Angreifer nach offiziellen Angaben in zwei Autos am Eingang zur Anlage abgefangen worden und hatten sich dort in die Luft gesprengt. Seit Mai 2003 wird der weltweit größte Rohölexporteur Saudi-Arabien immer wieder von Bombenattentaten erschüttert, die Al Kaida angelastet werden. Dabei sind auch oft Ausländer, die in Saudi-Arabien arbeiten, in das Visier der Attentäter geraten.
(APA/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
