In Videobotschaft: Al-Kaida nennt 20. Entführer der Anschläge vom 11. September
- Saudi-Terrorist angeblich 2004 bei Kämpfen getötet
- Unklar warum Nashimi nicht an Anschlägen teilnahm
·CIA warnte Regierung
vor London-Terror
Lange vor Anschlägen über Attentäter informiert
·Plante Al Kaida Gift-Gas-Anschlag auf NY?
U-Bahn als Ziel. Geheim-dienst CIA fand Pläne
Das Terrornetzwerk Al-Kaida (al-Qaeda) hat in einer Videobotschaft den Namen des 20. Mannes genannt, der angeblich als Entführer an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 teilnehmen sollte. Fawaz al-Nashimi alia Turki bin Fuheid al-Muteiry aus Saudi-Arabien sei 2004 bei Kämpfen mit Sicherheitskräften ums Leben gekommen, heißt es in der Botschaft, die das US-Unternehmen IntelCenter nach Angaben eines Sprechers von Mittwoch auf einer einschlägigen Webseite fand.
Das Unternehmen analysiert unter anderem für die US-Regierung Terrorgefahren. Lange war der Anfang Mai in den USA zu lebenslanger Haft verurteilte Franko-Marokkaner Zacharias Moussaoui als 20. Entführer verdächtigt worden.
Wieso Nashimi an den Anschlägen nicht teilnahm, geht nach Angaben der Firma aus dem Video nicht hervor. Während in den drei Maschinen, die damals in das World Trade Center und das Pentagon gelenkt wurden, jeweils fünf Entführer saßen, stürzte die vierte Maschine in Pennsylvania mit vier Entführern an Bord ab. Der Name Nashimi tauchte im Zusammenhang mit den Ermittlungen bislang nicht öffentlich auf.
Moussaoui hatte in einer amerikanischen Flugschule trainiert, den Argwohn der Lehrer erweckt und war kurz vor den Anschlägen wegen Visa-Vergehen festgenommen worden. Er hatte zunächst selbst behauptet, als Entführer vorgesehen gewesen zu sein. Die US-Behörden verwarfen das aber später.
(apa/red)
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