London-Terror vermeidbar? CIA warnte britische Regierung vor Attentäter Khan
- Informationen angeblich lange vor Anschlägen
- Britischer Geheimdienst weist Darstellung zurück
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Der US-Geheimdienst CIA hat nach Informationen der Londoner "Times" die britische Regierung vor einem der Selbstmordattentäter gewarnt, die im Juli vergangenen Jahres die Anschläge in London verübten. Wie die "Times" berichtete, war Mohammed Sidique Khan ins Visier der CIA geraten, weil er zwei Jahre zuvor Anschläge in Synagogen an der US-Ostküste geplant haben soll.
Die britische Zeitung beruft sich auf den US-Geheimdienstexperten Ron Suskind, der sich in seinem Buch "The One Percent Doctrine: Deep Inside America's Pursuit of Its Enemies Since 9/11" mit den Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA befasst. Bereits im März und April 2003 sei der britische Geheimdienst mit einem "sehr detaillierten Dossier" über Khan informiert worden, zitiert die "Times" Suskind. Ein nicht genannter britischer Geheimdienstvertreter bezeichnete die Darstellung als "falsch" und eine von "vielen Mythen" um Khan.
Am 7. Juli vergangenen Jahres hatten sich in der Londoner Innenstadt vier mutmaßliche islamistische Extremisten mit in ihren Rucksäcken verborgenen Bomben in die Luft gesprengt, drei in der U-Bahn und einer in einem Bus. Dabei kamen 56 Menschen ums Leben, 700 weitere wurden verletzt. Neben dem 30-jährigen Khan und dem 22-jährigen Shehzad Tanweer gehörten der 18-jährige Hasib Hussain und der 19-jährige Germaine Lindsay zu den Attentätern.
(apa/red)
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