Sonntag, 25. Juni 2006

Bawag-Affäre: Verdachtsmoment gegen Ex-Manager wegen persönlicher Bereicherung

  • "profil": Laut OeNB Verbleib von 613 Mio. "ungeklärt"
  • Verschiebung der Gelder zu Gunsten Dritter möglich

Wie das Nachrichtenmagazins "profil" in seineraktuellen Ausgabe berichtet, könnte sich die Affäre um die verlustreichen Karibik-Spekulationen der Bawag zu einem Betrugsskandal auswachsen. Laut dem jüngst öffentlich gewordenen OeNB-Zwischenbericht konnten die von Wolfgang Flöttl durchgeführten Transaktionen, welche der Bank bis Ende 2000 Nettoverluste von 1,4 Milliarden Euro einbrachten, bislang nicht lückenlos rekonstruiert werden. So ist der Verbleib von 613 Millionen Euro laut OeNB "vollkommen ungeklärt".

Die Behörden und das amtierende Bawag-Management wollen nicht länger ausschließen, dass ein Teil der angeblich verlorenen Gelder zu Gunsten Dritter verschoben worden sein könnte. Ein Ermittler gegenüber "profil": "Es besteht nunmehr der dringende Verdacht, dass sich damals gewisse Personen innerhalb der Bank persönlich bereichert haben." Bawag-Sprecher Thomas Heimhofer dazu: "Wir wissen nicht, was hier genau geschehen ist. Wir können uns nur auf das stützen, was wir in unserer Buchhaltung hatten. Und da war eben nichts."

Für die vorerst wegen Untreue und Bilanzfälschung im Zentrum behördlicher Erhebungen stehenden früheren Bawag-Manager gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!

25.6.2006 08:33