Gegen 'zentralistisches Denken': Gehrer lehnt Klassenschülerzahlen-Vorgaben ab
- Stattdessen: Zahl dort senken, wo Klassen voll sind
- Als Richtwert will Ministerin 25 Schüler pro Klasse
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Trotz des finanziell großzügigsten Angebots
Gegen eine zentrale Vorgabe von höchstens 25 Schülern pro Klasse spricht sich Bildungsministerin Gehrer aus. Dies wäre "zentralistisches Denken", so Gehrer. Richtig sei es vielmehr, eine Senkung der Klassenschülerzahlen dort anzustreben, wo die Klassen voll seien und schwierige Verhältnisse herrschten.
Dies treffe auf die meisten Schulen nicht zu: Im Pflichtschulbereich betrage die durchschnittliche Klassenschülerzahl 20,5 Kinder, an den Bundesschulen 25.
Der Nationalrat hat am Mittwoch die Regierung dazu aufgefordert, sich im Rahmen des Finanzausgleichs dafür einzusetzen, entsprechende Ressourcen zu schaffen, dass in den Pflichtschul-Klassen künftig nur noch 25 Schüler sitzen. Auch für höhere Schulen sollen entsprechende legistische Maßnahmen vorbereitet werden. Möglich sei dies aber erst bei den 2007 anstehenden Verhandlungen für den neuen Finanzausgleich mit den Ländern, so Gehrer. Die derzeitige Vereinbarung könne nicht einseitig aufgekündigt werden.
Gehrer sprach sich für die Senkung auf einen Richtwert von 25 Kindern aus. Sympathien ließ sie für den Vorschlag der Zukunftskommission für das Schulwesen erkennen, die sich ebenfalls gegen zentrale Vorgaben für die Klassengrößen ausgesprochen hatte. Vielmehr sollten die Schulen - mit den entsprechenden Ressourcen ausgestattet - selbst regeln können, wie groß ihre Klassen sind und ab welcher Schülerzahl Klassen geteilt werden.
Derzeit beträgt die Klassenschüler-Höchstzahl 30 Kinder. In Ausnahmefällen sind sogar 36 Kinder pro Klasse erlaubt.
(apa/red)
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