Stuabiger Gruß aus der Sahara: Gelber Wüstensand wehte bis nach Österreich
- Fernsicht bis ins oberösterreichische Innviertel getrübt
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Ein Tiefdruckwirbel wehte Staub aus der Sahara bis nach Österreich. Seit dem Wochenende ist die Luft am Alpenhauptkamm bis ins oberösterreichische Innviertel von dem gelben Sand getrübt. Nicht nur auf dem Sonnblick im Salzburger Pinzgau ist der Sand deutlich erkennbar, sondern auch auf den Windschutzscheiben der Autos.
Der antransportierte Wüstensand beeinträchtigt zwar die Fernsicht, "er wirkt sich aber positiv auf die Ozonkonzentrationen aus", informierte am Mittwoch Alexander Kranabetter von der Umweltschutzabteilung des Landes. Der Staub dämpft die Sonnenstrahlung, die für die Ozonbildung notwendig ist, und baut das Ozon sogar selbst ab. Trotz hochsommerlicher Temperaturen lagen die Ozonwerte im Land Salzburg "auf einem moderaten Niveau", so Kranabetter.
Die Staubpartikel aus Afrika haben eine 3.000 Kilometer lange Reise hinter sich, erklärte Bernhard Niedermoser von der Wetterdienststelle Salzburg. Sie wanderten mit den subtropischen Luftmassen in sechs Kilometer Höhe über das westliche Mittelmeer und über Südfrankreich nach Österreich. Dort setzten sich vor allem am Alpenhauptkamm, im Tiroler Inntal, im Salzburger Flach- und Tennengau sowie im oberösterreichischen Salzkammergut und Innviertel ab. Mit dieser Intensität wie heute komme der Sand allerdings nur alle paar Jahre in den Alpenraum. "Mit der Gewitterstörung wird der Sand wieder ausgewaschen", prognostizierte der Wetterfrosch.
(apa/red)
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