Neuer Rekordpreis: Klimts "Goldene Adele" für 135 Millionen Dollar in USA verkauft
- Kosmetik-Hersteller Lauder kauft es für seine Galerie
- Um Bild herrschte jahrelanger Rechtsstreit

·INFO-GRAFIK: Die teuersten Gemälde
Klimts "Adele" schlägt Picassos "Jungen Mann"
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zog sich über Jahre
Vom Rückgabebeirat bis zum Verkauf der "Adele"
·Um diese Klimt-Bilder
wurde Jahre gestritten
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Gustav Klimts Gemälde "Goldene Adele", das zu Jahresbeginn gemeinsam mit vier anderen Klimts an die Bloch-Bauer-Erben um Maria Altmann restituiert worden ist, ist zum teuersten Gemälde der Welt avanciert. Der US-Mäzen und Medienmogul Ronald S. Lauder hat das Bild "Adele Bloch-Bauer I" um 135 Mio. Dollar (106,7 Mio. Euro) erstanden und wird es dauerhaft in seiner "Neue Galerie" in New York zeigen.
Der von der "New York Times" genannte Kaufpreis für das Bild übertrifft bei weitem den bisherigen Rekordpreis von 104,2 Millionen Dollar, für den im Jahr 2004 das Picasso-Bild "Junge mit Pfeife" bei Sotheby's versteigert wurde. Offiziell wird die Summe weder bestätigt noch dementiert. Gegenüber der "New York Times" bestritt Lauder nicht, einen Rekordpreis für das Gemälde gezahlt zu haben und betonte: "Das ist unsere 'Mona Lisa'!", eine Erwerbung, die man nur einmal im Leben mache, und ein "Schlüsselmoment für die Neue Galerie".
Mit dem Rekordpreis scheinen die Wertangaben der Erben nach der Restitution bestätigt, die mit insgesamt fast 250 Mio. Euro für alle fünf Bilder verschiedentlich als zu hoch abgetan wurden. Österreichische Experten zeigten sich vom Kaufpreis jedoch überrascht. "Lauder hat zu viel bezahlt. Das Bild würde, auch bei einer internationalen Auktion, nie einen so hohen Preis erzielen", meinte Sammler Rudolf Leopold zur APA. "135 Mio. Dollar hätte ich nicht erwartet", meinte auch der Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere, Gerbert Frodl.
Laut "LA Times" schätzen Experten den Wert der restlichen vier Klimt-Gemälde im Besitz der Bloch-Bauer Erben auf "zwischen 100 und 150 Mio. Dollar", ihr Schicksal soll noch nicht entschieden sein. "Vielleicht wird sich nach der Ausstellung in der Neuen Galerie Christie's um sie kümmern", sagte die 90-jährig in Los Angeles lebende Maria Altmann gegenüber der "New York Times".
(apa)
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