Trotz zahlreicher Sperren zu Bush-Besuch: Das große Verkehrschaos ist ausgeblieben
- Längere Staus blieben bisher weitgehend aus
- Demonstrationen am Abend aber als Prüfstein
·Auf einen Blick:
Alle Straßensperren!
INFO-Grafik: Sperrzonen während Bush-Besuchs
·Aktivisten machen gegen Bush mobil!
'Bush go home' 3 m hoch am Wiener Naschmarkt
·Bush-Visite: Anrainer bekommen Ausweis
Mit "Badge" darf man auch in heikles Gebiet
·Bush-Besuch macht sich schon bemerkbar
1.100 Verkehrsschilder extra in Wien aufgestellt
·Ausdruck der Wert-schätzung für die EU
Enormer Sicherheitsauf-wand bei Bush-Besuch
·NEWS-Umfrage zu Besuch von Bush!
72% finden obersten Cowboy unsympathisch
·Knalleffekt: Bush will Guantanamo schließen
Wien kann aufatmen:
US-Präsident abgeflogen
·Bush-Besuch: Auch Öffi-Fahrer betroffen
U4-Station "Stadtpark" vorübergehend gesperrt
·Bush-Besuch: Flug- verbotszone um Wien
Privat- & Sportflugzeuge bleiben alle am Boden
Trotz der Sperre einiger Hauptrouten und wichtiger "Öffis" ist es am Mittwoch auf Grund des Staatsbesuches von US-Präsident George W. Bush in Wien nicht zum befürchteten Verkehrschaos gekommen. Der ÖAMTC lobte die Autofahrer für ihre Disziplin, die Wiener Linien bedankten sich bei den Fahrgästen für deren flexibles Verhalten. Es sei kaum zu Unmutsäußerungen gekommen, hieß es.
"Es ist bis jetzt alles sehr gut gelaufen, das Verkehrsaufkommen hielt sich in Grenzen", zeigte sich ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser am Mittwochnachmittag im APA-Gespräch zufrieden. Obwohl es ab 16.00 Uhr zu einigen Terminverschiebungen im Besuchsprogramm gekommen ist und der Ring daher für längere Zeit gesperrt war, blieben größere Staus aus. "Die Demonstrationen könnten allerdings noch der große Prüfstein werden", so Lasser.
Die Autofahrer hätten sehr gut auf die Sperren reagiert, es sei im Vorfeld auch ausgezeichnet informiert worden. Selbst auf der Südosttangente (A23) war alles ruhig. Lasser: "Da war am Dienstabend sogar weniger los als sonst." Die A23 wird auch am heutigen Mittwoch für rund 20 Minuten gesperrt. "Wir schätzen, dass das so gegen 17.30 oder 18.00 Uhr sein wird", sagte der Club-Sprecher. Dort könnte es dann zu Verzögerungen im Abendverkehr kommen.
Ein "großes Kompliment" machte Wiener Linien-Sprecher Johann Ehrengruber den "Öffi"-Benützern. Es habe keine negativen Überraschungen oder verärgerte Menschen in den Straßen- und U-Bahnen gegeben. Am meisten betroffen vom EU-USA-Gipfel waren die Ringlinien 1 und 2 sowie jene Linien, die den Ring zumindest teilweise berühren - wie etwa J, D, 43, 44, 65, 71 oder der 59A.
Die Ring-Stationen bei der Oper, am Schwarzenbergplatz und bei der Weihburggasse wurden ganztägig "durchfahren", soll heißen: Dort hat keine einzige Bim angehalten. Auch die U4 stoppte bei der Station Stadtpark nicht - allerdings nur, wenn "oben" beim Hotel Intercontinental "Action" angesagt war. Wenn der Konvoi des US-Präsidenten den Ring entlang raste, wurde auch der Betrieb der dort verkehrenden Straßenbahnlinien kurzzeitig eingestellt.
So genannte Kurzführungen gab es auf Grund von Demonstrationen bei der Linie 5, dem 13A sowie dem J. Am Stephansplatz war der U-Bahn-Aufgang zum Haas-Haus temporär gesperrt, die anderen beiden aber ständig geöffnet.
(apa/red)
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