Spaniens Küste immer stärker zubetoniert:
Studie alarmiert: "Bauwut außer Kontrolle"
- Zwischen 1987 und 2005 40% mehr bebaute Fläche
- Allein im vergangenen Jahr 800.000 neue Wohnungen
·Spanien: Riesiger Zustrom an Urlaubern
BILDER: Die Sights des beliebten Touristenlandes
·Käfer frisst sich durch Weltkulturerbe
Schon 3.000 Bäume in Palmenhainen vernichtet
Ungeachtet der Proteste von Naturschützern wird Spaniens Küste immer mehr zubetoniert. Zwischen 1987 und 2005 sei die bebaute Fläche in dem Land um 40 Prozent gestiegen, heißt es nach Presseberichten vom Mittwoch in einer vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Studie. Alarmierend sei die Situation entlang der Mittelmeerküste in Regionen wie Valencia, Murcia und Andalusien mit Zuwächsen von bis zu 60 Prozent.
Zahlreiche Feuchtgebiete seien verloren gegangen, dafür seien riesige Flächen entstanden, die künstlich bewässert werden müssten. Die Bauwut sei außer Kontrolle und eine Besserung nicht in Sicht, hieß es weiter. Ursache ist nach der Studie das wirtschaftliche Modell Spaniens, das vor allem auf dem Immobilienbau und dem Tourismus beruhe. So entstanden allein im vergangenen Jahr 800.000 Wohnungen, doppelt so viele wie eigentlich nötig.
Nachfrage ist das Problem
Die "Besessenheit" der Spanier, sich als Investition Zweitwohnungen anzuschaffen, und die große Nachfrage europäischer Bürger nach einem Ruhesitz oder Feriendomizil an der Küste tragen nach dem Bericht zu dieser Entwicklung bei.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
