Weltweit steiler Anstieg von Diabetes:
Schon 230 Millionen Menschen betroffen
- Zahl hat sich seit den 80er-Jahren knapp verachtfacht
- Die meisten Zuckerkranken gibt es in China: 39 Mio.

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Die Zahl der Diabetes-Kranken hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit knapp verachtfacht. Nach Angaben der "Internationalen Diabetes-Föderation" leben derzeit 230 Millionen mit der lebensgefährlichen Krankheit. In den 80er-Jahren hatte die Zahl erst bei 30 Millionen gelegen.
Die meisten Diabetiker leben in China: 39 Millionen Chinesen, das sind 2,7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, leiden unter der "Zuckerkrankheit". In Indien sind mit 30 Millionen Menschen 6 Prozent aller Erwachsenen Diabetiker. In einigen Nahostländern sowie der Karibik erreicht der Anteil der an Diabetes erkrankten Bevölkerung 12 bis 20 Prozent.
Diagnose oft Todesurteil
Anders als in Europa kommt die Diagnose von Diabetes in vielen Entwicklungsländern einem Todesurteil gleich. Menschen in Mosambik, die sich eigentlich Insulin spritzen müssten, leben nach der Diagnose selten länger als ein Jahr. In Mali schaffen es Diabetiker im Durchschnitt auf 30 Monate, zitierte die "New York Times" aus dem Bericht der Föderation. Von den zehn weltweit am schlimmsten betroffenen Ländern liegen sieben in der so genannten Dritten Welt.
Veränderte Lebensgewohnheiten als Ursache
Als Gründe für die Erkrankung werden in dem Bericht veränderte Lebensgewohnheiten und Ernährungsweisen in aller Welt hervorgehoben. Durch die Industrialisierung gingen mehr und mehr Menschen einer Beschäftigung nach, in der sie sich über Stunden kaum mehr bewegen. Gleichzeitig verändere sich die Ernährung durch das Angebot von preiswerten Lebensmitteln mit einem hohen Kaloriengehalt. (APA/red)
