Von 19 Euro auf 23,80 Euro gestiegen: Post- Aktie befindet sich weiter auf Höhenflug
- Aktienplus durch starkes Wachstum am ersten Tag
- PLUS: Leitindex ATV muss Rückgang verzeichnen
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Am 31. Mai notierte die Österreichische Post AG zum ersten Mal an der Wiener Börse, seitdem legte der Kurs mit Stichtag Montag, von einem Ausgabekurs von 19 Euro auf den bisherigen Höchstwert von 23,80 Euro zu. Damit hat sich die Postaktie deutlich besser als der Leitindex ATX entwickelt, der Anfang Mai einen starken Rückgang verzeichnen musste.
Allerdings beruht das Aktienplus auf einen besonders starken Zuwachs am ersten Handelstag. "Viele Institutionelle haben eine zu geringe oder gar keine Zuteilung bekommen und müssen jetzt wohl über die Börse kaufen", vermutete ein Marktteilnehmer Ende Mai.
Bereits drei Tage nach der Erstnotiz der Post AG wurde die Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) vom Emissionsbankenkonsortium im Volumen von 2,8 Millionen Stück Aktien zur Gänze ausgeübt. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der von der ÖIAG verkauften Anteilsscheine auf 34,3 Millionen, der Anteil des Streubesitzes an der Österreichischen Post beläuft sich damit auf 49 Prozent.
Kurz nach Börsestart hatte die SPÖ kritisiert, dass der Ausgabepreis zu günstig gewesen sei und dadurch den Österreichern Volksvermögen genommen worden sei. "In nur zwei Tagen sind Anleger und Spekulanten um 94 Millionen Euro oder 1,293 Milliarden Schilling reicher geworden und die Summe aller Österreicher um diesen Betrag ärmer", so die SPÖ. Die ÖVP konterte und verwies auf die mehrfache Überzeichnung der Aktie, was Beweis für einen erfolgreichen Börsegang sei.
Österreichische Anleger hatten sich nach dem Börsestart über zu geringe Zuteilungen beschwert. Kritik kam sowohl von Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger als auch vom Manager eines Publikumsfonds. Wie berichtet wurden zwei Drittel der "gelben Aktien" an ausländische Investoren verkauft, ein Drittel fiel an inländische Investoren. (apa/red)
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