Zwei Monate Vorbereitung: ÖFB-Teamchef Hickersberger blickt neidisch nach Mexiko
- "Azteken" konnten Teamspieler frühzeitig einberufen
- 'Bei uns genau wie in anderen Ländern nicht möglich'
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Wenn man als österreichischer Fußball-Teamchef zwei Jahre vor der EURO 2008 nach Mexiko blickt, kann einen schon der Neid packen. Schließlich durfte sich Coach Ricardo La Volpe mit seiner Auswahl bereits zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Deutschland auf das Turnier vorbereiten - die Klubs hatten ihre Spieler vorzeitig dem Nationalteam zu Verfügung gestellt und die Meisterschaft ohne ihre Internationalen fertig gespielt. Positiv hat sich diese Maßnahme zumindest in der ersten Partie der "Azteken" gegen den Iran (3;1) ausgewirkt, beim 0:0 am Freitag gegen Angola geriet die Maschinerie etwas ins Stocken.
Trotz der enttäuschenden Darbietung gegen die Afrikaner zweifelt ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger nicht an der Sinnhaftigkeit des mexikanischen Projekts. "So eine Vorbereitung wäre für jeden Teamchef wünschenswert", erklärte Hickersberger, "aber das wird bei uns genauso wie in den großen europäischen Ländern nicht möglich sein." Er sei realistisch genug um zu wissen, dass er vor der Heim-Europameisterschaft mit wenigen Wochen Vorbereitungszeit auskommen muss. "Die österreichischen Klubs sind Wirtschaftsunternehmen. Die können nicht einfach während der Meisterschaft ihre besten Arbeitskräfte zur Verfügung stellen."
Wie lange Hickersberger seine Schützlinge vor der EURO zur Verfügung hat, ist noch offen, die Diskussion mit der Bundesliga über ein früheres Ende der Saison 2007/08 noch nicht abgeschlossen. "Wir werden eine Lösung finden, die uns einen Vorteil gegenüber anderen verschafft. Die Liga wird früher als von der UEFA vorgeschrieben beendet und es wird einen Kompromiss geben, mit dem alle zufrieden sein können", versprach der Teamchef. (apa/red)










