Unentschieden hilft keinem: Zwei Verlierer nach 2:2-Remis im "arabischen Derby"
- Sowohl Tunesier als auch Saudis trauern Sieg nach
- Tunesiens Chedli am Boden zerstört: "Katastrophe"
·Kein Sieger im
"Arabischen Derby"
Tunesien und Saudi-Arabien trennen sich 2:2
·BILDER: Tunesien gegen Saudis im Glück
Packendes Finish. PLUS: Zuschauer stürmt Rasen
·WM-Teams: Alle
Kader der Gruppe H
Spanien, Tunesien, Ukraine & Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, Ukraine, Spanien, Tunesien fighten
·GRUPPE H: Tunesien -
'Adler von Karthago'
Afrikaner enttäuscht: Nur 1 Punkt in der Vorrunde
·GRUPPE H: Nur ein Punkt für die Saudis
Beim vierten Antreten in Folge Torverhältnis 2:7
Nach dem 2:2 zwischen Tunesien und Saudi-Arabien im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland haben beide Mannschaften einem möglichen Sieg nachgetrauert. Während die Afrikaner rätselten, warum sie im arabischen Derby einen in der ersten Hälfte sicher scheinenden Sieg aus der Hand gaben, haderten die Saudis mit dem späten Ausgleich in der 92. Minute.
"Wir waren unsicher. Obwohl uns der Führungstreffer einen Schub gegeben hat, hat es nicht gereicht", erklärte Tunesiens Teamchef Roger Lemerre, der bei der WM 2002 Frankreich betreut hatte. Mittelfeldspieler Adel Chedli ärgerte sich: "Was bei uns nicht funktioniert hat? Alles. Es war eine Katastrophe, wir haben nie unseren Rhythmus gefunden", meinte der Nürnberg-Kicker.
Goalie Ali Boumnijel, der mit 40 Jahren und 62 Tagen zum fünftältesten Spieler in der WM-Geschichte avancierte, versuchte zu beschwichtigen. "Wir müssen ruhig bleiben. Wir werden uns sicher schon im nächsten Spiel gegen Spanien steigern", versprach der Veteran, auf dessen Mannschaft am 23. Juni in Berlin gegen die Ukraine aller Voraussicht nach ein "Endspiel" um Platz zwei in Gruppe H hinter Spanien wartet.
Die Enttäuschung seiner Mannschaft ist verständlich, schließlich warten die Tunesier nun schon seit neun WM-Spielen in Folge auf einen Sieg, so lange wie noch keiner der übrigen Teilnehmer in Deutschland. Ein Erfolg gegen Saudi-Arabien wäre auch erst der zweite Sieg in der Endrunden-Historie nach dem Sieg über Mexiko bei der WM-Premiere 1978 (3:1) gewesen.
Die Saudis haben schon seit acht WM-Partien nicht gewonnen. So nahe wie diesmal werden sie ihrem Ziel bei diesem Turnier wohl nicht mehr kommen. "Wir hätten ruhiger spielen müssen, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wir haben zwei Punkte verloren, dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", sagte Teamchef Marcos Paqueta, dessen Elf vor vier Jahren in Südkorea ohne Zähler und mit einem Torverhältnis von 0:12 ausgeschieden war.
Insofern ist es verständlich, dass dem Verband das Remis die volle Siegesprämie wert war. Die Spieler bekamen nach Berichten saudiarabischer Medien vom Donnerstag die für den Erfolgsfall versprochenen 100.000 Rial (21.200 Euro).
(apa/red)
