Mittwoch, 14. Juni 2006

"Es gibt kein Problem": Otto Pfister bleibt
laut Verbandssprecher Teamchef von Togo

  • Deutscher: "Keine Kommentare zu meiner Rückkehr"

Um die Zukunft von Otto Pfister ist im togoischen Fußballverband (FTF) ein Machtkampf mit ungewissem Ausgang entbrannt. Der 68-jährige Deutsche soll nach Stand vom Mittwochvormittag weiter Trainer des WM-Neulings bleiben, obwohl Teile der Verbandsspitze dagegen sind. "Es gibt kein Problem. Er wird gegen die Schweiz und Frankreich auf der Bank sitzen", sagte FTF-Pressesprecher Messan Attalou am Mittwoch.

Er dementierte, dass es eine FTF-Sitzung geben soll, in der über Pfisters Zukunft nach dem 1:2 zum WM-Auftakt in Gruppe G in Frankfurt/Main gegen Südkorea entschieden werden soll. Angesichts des Chaos der vergangenen Tage ist allerdings fraglich, wie lange die vorläufige Arbeitsplatz-Garantie Bestand hat. Innerhalb der FTF stehen einander zwei Lager unversöhnlich gegenüber. Verbandspräsident Balakiyem Rock Gnassingbe - ein Bruder des Staatspräsidenten - will Pfister unbedingt halten.

Er bewog ihn am Montag durch persönliche Zusicherungen zum Rücktritt vom Rücktritt. Generalsekretär Assogbavi Komlan ist ein entschiedener Gegner Pfisters. "Ich war von Anfang an gegen ihn. Er ist nicht gut für die Mannschaft, er muss gehen", sagte Komlan. Er will bei den anstehenden Wahlen nach dem WM-Turnier Gnassingbe als Verbandspräsident ablösen.

Pfister selbst äußerte sich nicht über die Unstimmigkeiten bei seinem Arbeitgeber. "Ich gebe keine Kommentare zu meiner Rückkehr als Trainer ab", lautete seine Antwort zu allen entsprechenden Fragen. Er werde die Mannschaft in Wangen im Allgäu auf das nächste Spiel am Montag in Dortmund gegen die Schweiz vorbereiten. (apa/red)

14.6.2006 11:49

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