Hitzeschlacht in Nürnberg: Kroatien kommt gegen Japaner nicht über 0:0-Remis hinaus
- Srna scheiterte bei Elfmeter an Goalie Kawaguchi
- Beide Teams nach zwei Spielen nur mit einem Punkt
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Kroatiens Fußball-Nationalteam hat in seinem zweiten WM-Spiel schwer enttäuscht und sich gegen Japan mit einem mageren 0:0 zufrieden geben müssen. Vor 40.000 Zuschauern im Nürnberger Franken-Stadion fand der Kroate Srna in der 22. Minute einer auf mäßigem Niveau stehenden Partie die beste Gelegenheit vor, scheiterte aber mit einem Foulelfmeter am japanischen Torhüter Kawaguchi. Nach dem 0:1 gegen Brasilien zum Auftakt halten die Kroaten in der Gruppe F nun ebenso wie die Japaner (1:3 gegen Australien) erst bei einem Punkt.
Japans brasilianischer Teamchef Zico stellte nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Australien von einer 3-5-2-Formation auf 4-4-2 um, brachte den nach einer Knöchelverletzung wieder genesenen Verteidiger Akira Kaji und Mittelfeldakteur Mitsuo Ogasawara neu in die Anfangsformation. Der kroatische Coach Zlatko Kranjcar vertraute auf die Startelf der Partie gegen Weltmeister Brasilien (0:1). Auch Kapitän und Neo-Salzburger Niko Kovac hatte sich beim Ex-Rapid-Goalgetter Kranjcar trotz einer gegen die Brasilianer erlittenen Rippenverletzung fit gemeldet.
Srna vergibt Elfmeter
Teamchef-Sohn Niko Kranjcar (5.) war es dann, der den ersten, allerdings zu unplatzierten Warnschuss aufs japanische Tor abgab. Der WM-Dritte von 1998 fand gegen die neu formierten Japaner nur schleppend ins Spiel. Die Asiaten deuteten ihre Gefährlichkeit im Konter an. Den ersten Aufreger der Partie brachte die 21. Minute, als Japans Kapitän Miyamoto Glasgow Rangers-Stürmer Dado Prso im Strafraum zu Fall brachte und der belgische Schiedsrichter Frank de Bleeckere auf Elfmeter entschied. Mittelfeldspieler Srna (22.) trat an, der japanische Torhüter Kawaguchi erriet aber die Ecke und parierte den Penalty bravourös.
Kroatien stärker, aber ohne Torriecher
Trotz des Missgeschicks übernahmen Kovac und Co. nun das Kommando, ein Lattenschuss von Kranjcar (28.) aus etwa 25 Metern Entfernung war das Resultat verstärkter Offensivbemühungen des Favoriten. Kroatien kam vor der Pause noch durch Werder Bremen-Angreifer Klasnic (31., 40.) zu guten Gelegenheiten, auf Seiten der Japaner scheiterte Bolton-Wanderers-Legionär Nakata (36.) mit einem 30-m-Schuss an Kroatiens Goalie Pletikosa.
Auch Japaner vor dem Tor stümperhaft
Nach dem Seitenwechsel fand zunächst Yanagisawa (51.) eine hundertprozentige Chance zur Führung vor. Der Stürmer von den Kashima Antlers brachte aber so wie Niko Kranjcar (54.) kurze Zeit später das Kunststück zu Wege, einen idealen Querpass alleine vor dem Tor nicht zu verwerten. Die über weite Strecken enttäuschenden Kroaten blieben vor allem aus Standardsituationen gefährlich, ein Kopfball von Simunic (62.) strich knapp am Pfosten vorbei. In der enttäuschenden Schlussphase neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Der eingewechselte Olic (82.) vergab die größte Chance auf den Sieg.
Japan - Kroatien 0:0
Nürnberg, 40.000, Schiedsrichter Frank de Bleeckere (Belgien)
Japan: Kawaguchi - Kaji, Nakazawa, Miyamoto, Alex - Ogasawara, Nakata, Fukunishi (46. Inamoto), Nakamura - Takahara (85. Oguro), Yanagisawa (61. Tamada)
Kroatien: Pletikosa - Simic, Robert Kovac, Simunic - Srna (87. Bosnjak), Tudor (70. Olic), Niko Kovac, Babic - Kranjcar (78. Modric) - Klasnic, Prso
Gelbe Karten: Miyamoto, Kawaguchi, Alex bzw. R. Kovac, Srna
Die Besten: Kawaguchi, Nakata bzw. Pletikosa, Kranjcar
Srna scheiterte in der 22. Minute mit einem Foulelfmeter am japanischen Torhüter Kawaguchi.
(apa/red)
