"Jogi kann diese Aufgabe übernehmen": Löw für Klinsmann geeigneter Nachfolger
- DFB-Coach will nach WM über Zukunft nachdenken
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Jürgen Klinsmann, Trainer der deutschen Nationalmannschaft, sieht seinen Assistenten Joachim Löw als geeigneten Kandidaten, um möglicherweise nach der Fußball-Weltmeisterschaft oder zu einem späteren Zeitpunkt die Nachfolge als Bundestrainer anzutreten. "Jogi kann diese Aufgabe ohne Probleme übernehmen, das ist gar kein Thema", erklärte der Coach in der "Welt am Sonntag".
Durch seine langjährige Arbeit als Cheftrainer habe Löw, der unter anderem schon den VfB Stuttgart, Fenerbahce Istanbul und Austria Wien als Chefcoach führte, eine taktische Erfahrung, "die meiner weit überlegen ist", bemerkte Klinsmann. Er hatte seinen wichtigsten sportlichen Mitarbeiter Ende Juli 2004 nur einen Tag nach der eigenen Amtsübernahme zum Deutschen Fußball-Bund geholt. Der 46-jährige Löw ist bei der DFB-Nationalmannschaft hauptverantwortlich für Taktik und Trainings-Gestaltung.
Bei der Entscheidung über die eigene Zukunft will Klinsmann bei seinem ursprünglichen Zeitplan bleiben. "Ich will bei dieser WM sehen, wie alles läuft. Dann werde ich mich zurückziehen und mit der Familie und meiner Frau besprechen, ob es weitergeht", wiederholte der Wahl-Amerikaner. Derzeit sind neuerliche Spekulationen, die von der "Bild"-Zeitung mit einem angeblichen "Geheimplan" genährt wurden, für Klinsmann höchstens drittrangig.
Der Bundestrainer weiß, dass die Grundlage für eine mögliche Vertragsverlängerung bis 2008 oder auch 2010 vom weiteren WM-Verlauf abhängig ist. Schafft Klinsmann mit seinem jungen und längst nicht ausgereiften Team das Halbfinale oder gar das Endspiel am 9. Juli in Berlin, könnte der 41-Jährige auf einer dann unvorstellbaren Euphorie-Woge wohl allein die Art und Weise seiner Weiterbeschäftigung entscheiden. "Mir ist sehr wohl bewusst, dass wir mit unserer Arbeit noch am Anfang stehen", unterstrich Klinsmann.
(apa)
