Englischer Fußball-Verband macht Druck: Rooney auch gegen Trinidad nicht dabei!
- Angreifer laut Fitnesstrainer erst zu 70 Prozent fit
- Angst vor Schadenersatzklage von ManU geht um
Das Comeback von Wayne Rooney ist endgültig zum Politikum geworden. Wie englische Medien übereinstimmend berichteten, drängt der englische Fußball-Verband (FA) Teamchef Sven-Göran Eriksson, auf einen Einsatz des Jungstars im WM-Spiel gegen Trinidad & Tobago in Nürnberg zu verzichten. Die FA beuge sich damit dem Druck von Rooneys Klub Manchester United, der im Falle einer neuerlichen Verletzung des 20-Jährigen eine millionenschwere Schadenersatzklage angedroht hat.
Als Konsequenz auf die Sturmflaute beim 1:0-Auftaktsieg gegen Paraguay plante Eriksson einen rund 20-minütigen Kurzeinsatz Rooneys gegen die "Soca Warriors", doch der Verband will aus Angst vor Millionenzahlungen kein Risiko eingehen. Erst nach einer für Freitag vorgesehenen Untersuchung des gebrochenen rechten Fußes durch unabhängige Ärzte soll Rooney grünes Licht für das letzte Gruppenspiel gegen Schweden am 20. Juni in Köln erhalten.
Neben Manchester United und der FA hat sich auch der für die Betreuung von Rooney abgestellte italienische Fitness-Trainer Ivan Carminati gegen eine Rückkehr des Stürmers, der am 29. April einen Mittelfußknochenbruch erlitten hatte, am Donnerstag ausgesprochen. Carminati informierte Eriksson, dass der Angreifer derzeit erst zu 70 Prozent fit ist und sich noch einige Tage Zeit lassen soll. "Nach einer ernsten Verletzung ist es immer besser, nichts zu überstürzen. Es wäre nicht klug, eine Verschlechterung des Zustandes zu riskieren", erklärte der Italiener.
Sollte sich Eriksson tatsächlich den Vorgaben beugen, käme aller Voraussicht nach der 17-jährige Theo Walcott statt Rooney in den Genuss des 20-Minuten-Einsatzes. (apa/red)
