Alte Kräfteverhältnisse wiederhergestellt: Europa und Südamerika dominieren die WM
- Afrika vier Jahre vor Heim-WM der große Verlierer
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In den ersten Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sind nach der kleinen "Revolution" vom vergangenen Turnier in Südkorea und Japan die alten Kräfteverhältnisse wieder hergestellt worden. Nachdem jede Mannschaft zumindest eine Partie absolviert hat wird deutlich, dass die Teams aus Europa und Südamerika zumindest vorläufig wieder zu alter Dominanz zurückfanden.
Fünf von acht Duellen in der ersten Runde zwischen europäischen Auswahlen und Mannschaften von anderen Kontinenten gewann die "alte Welt", zwei Spiele gingen gegen Südamerikaner (Kroatien - Brasilien 0:1, Polen - Ecuador 0:2) verloren. Dazu kommt das überraschende 0:0 von Schweden gegen Trinidad & Tobago. Die Karibik-Truppe sorgte für einen von vier Punkten für die CONCACAF-Zone, die restlichen drei steuerte Mexiko durch den Sieg gegen den Iran bei. Costa Rica und die USA gingen als Verlierer vom Platz.
Großer Gewinner sind die Südamerikaner, die in vier Spielen dreimal als Sieger den Platz verließen (nur Paraguay verlor gegen England 0:1), großer Verlierer sind vier Jahre vor der WM in Südafrika ausgerechnet die Afrikaner. Für die Elfenbeinküste, Angola, Ghana und Togo setzte es Niederlagen, den einzigen Zähler ergatterten die Tunesier, allerdings gegen die schwächer eingeschätzten Kicker von Saudi-Arabien, so schlecht waren die Mannschaften vom "schwarzen Kontinent" noch nie in die WM gestartet, sieht man von 1934, 1970 und 1974 ab, als aber auch nur jeweils ein Team qualifiziert gewesen war.
Neben den Saudis punkteten auch die Südkoreaner durch ein 2:1 gegen Togo für Asien. Japan unterlag Australien zwar 1:3, als "Trost" bleibt aber, dass die Mannschaft aus "Down Under" künftig dem asiatischen Verband angehört.
(apa)
