Federer stellt Borg-Rekord ein: 41 Sieg auf Rasen in Serie - Schweizer gewinnt in Halle
- Dreisatzerfolg im Endspiel gegen Tschechen Berdych
- Hewitt holte in Queens 4. Titel: Finalsieg über Blake
Wimbledon fest im Visier hat sich "Rasen-König" Roger Federer ein weiteres Mal in den Tennis- Geschichtsbüchern verewigt. Der weltbeste Tennis-Profi gewann durch das 6:0,6:7(4),6:2 gegen den Tschechen Tomas Berdych das ATP-Turnier im ostwestfälischen Halle als erster Spieler zum vierten Mal in Serie.
Der dreifache Wimbledon-Champion aus der Schweiz egalisierte mit seinem 41. Sieg nacheinander auch den Uraltrekord des legendären Schweden Björn Borg, der von 1976 bis 1980 auf Rasen ungeschlagen war. Nur wenige Wochen nach Rafael Nadal, der seinen Sandplatz-Rekord auf nunmehr 60 Siege en suite geschraubt hat und zuvor den Langzeit- Rekord von Guillermo Vilas (53 Siege) ausgelöscht hatte, ist also auch die Bestmarke von Borg egalisiert worden.
Und es besteht kein Zweifel daran, dass der Schweizer diesen in Wimbledon auch verbessert. Doch das interessiert den 24-Jährigen kaum. "Die Zahl ist unglaublich, doch für mich bedeutet es nicht sehr viel. Aber ich nehme es gerne mit", sagte Federer, der zuletzt vor vier Jahren in der 1. Runde von Wimbledon gegen Mario Ancic auf Rasen verlor.
Für Federer, der zum 15. Mal hintereinander in ein Finale einzog, ist der Erfolg in Halle ein gutes Omen. Denn nach seinen drei vorangegangenen Siegen triumphierte der Schweizer anschließend auch in Wimbledon. Obwohl er im Verlauf des Turniers einige Probleme hatte, zeigte er im Finale wieder seine mentale Stärke. Im ersten Satz demontierte der Weltranglisten-Erste seinen Kontrahenten in nur 16 Minuten.
Im zweiten Durchgang fand Berdych endlich seinen Rhythmus und ließ sein Talent aufblitzen. Im Tiebreak behielt er die Nerven und zwang Federer in die Verlängerung. Dort spielte Federer dann aber seine ganze Routine aus und siegte am Ende souverän.
Hewitt holte in Queens vierten Titel - Finalsieg über Blake
Der ehemalige Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt hat zum vierten Mal das Rasen-Tennisturnier in Queens gewonnen und mit dem ersten Turniersieg der Saison seine 18-monatige Durststrecke beendet. Der 25-jährige Australier, der zuletzt im Jänner des vergangenen Jahres in Sydney gesiegt hatte, setzte sich am Sonntag im Londoner Queen's Club mit 6:4,6:4 gegen den US-Amerikaner James Blake durch.
Mit seinem insgesamt 26. Turniersieg zog Hewitt mit Boris Becker und dem Amerikaner John McEnroe gleich, die in Queens ebenfalls vier Mal erfolgreich waren.
Der topgesetzte zweifache French-Open-Sieger Rafael Nadal hatte im Viertelfinale gegen Hewitt wegen einer Schulterverletzung aufgeben müssen. Die mit 680.250 Euro dotierte Veranstaltung in Queens dient als Vorbereitung für das am 26. Juni beginnende Grand-Slam-Turnier in Wimbledon.
(apa/red)
