Nach WM-Quali-Aus gegen Slowenien: Für ÖHB-Herren folgt nun Aufbau für Heim-EM
- Schlinger, Wilczynski stehen vor Wechsel ins Ausland
Österreichs Handball-Herren sind zum vierten Mal in Folge im Qualifikations-Playoff zu Großereignissen gescheitert. Der EM-Achte aus Slowenien war gleich zweimal eine Nummer zu groß. Nach dem 26:36 im Hinspiel verlor das ÖHB-Team auch das Retourmatch in der WM-Quali in Graz am Freitagabend klar mit 25:31. Nun beginnt der Aufbau für die Heim-EM 2010.
"Man hat gesehen, dass sie routinierter waren und in Ligen spielen, in denen sie öfter unter Druck stehen", resümierte Martin Abadir, der mit fünf Treffern zweitbester Werfer hinter Kapitän David Szlezak (8) war. Vor den Augen der verletzten Aufbauspieler Vitas Ziura und Viktor Szilagyi hatten die Österreicher die Partie lange offen gehalten, in der Schlussphase aber dem Kräfteverschleiß Tribut zollen müssen. So fiel die Niederlage mit sechs Toren Differenz noch recht deutlich aus.
"Wir hätten alle einen super Tag erwischen müssen. In Vollbesetzung wäre es aber wohl knapper gewesen", erklärte der Wiener. Den Österreichern fehlten in Abwesenheit Szilagyis vor allem die Tore aus der zweiten Reihe, zumal Roland Schlinger wie bereits im Hinspiel eher blass geblieben war. "Er hat ausgebrannt gewirkt", diagnostizierte Teamchef Rainer Osmann.
In der kommenden Saison wird der Wahl-Bregenzer für Ademar Leon in Spanien seine Tore werfen, Teamkollege Konrad Wilczynski geht zu den Füchsen nach Berlin. Der Nationalmannschaft sollte dies helfen. Abadir entschied sich hingegen, noch zwei Jahre bei den Fivers in Margareten zu bleiben. "Ich hatte zwei Kreuzbandrisse und wollte mein Pharmazie-Studium abschließen", erklärte der am Montag 25-Jährige. Vor der Heim-EM 2010 will der Rückraum aber den Weg ins Ausland einschlagen. (apa/red)
