Samstag, 17. Juni 2006

Neue Anschlagsserie in Bagdad: Dutzende Opfer bei Attentaten auf belebte Märkte

  • Blutige Bilanz: Mindestens 50 Tote und viele Verletzte

Die Serie von blutigen Anschlägen im Irak reißt nicht ab. Trotz eines massiven Sicherheitsaufgebots starben am Samstagabend erneut mindestens zwölf Menschen bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad, 38 weitere wurden verletzt. Unter den Toten sollen sich auch mehrere Kinder befinden. Damit wurden am Samstag landesweit 50 Menschen bei Anschlägen getötet.

Auf einem Markt in der irakischen Hauptstadt starben fünf Menschen, 25 weitere wurden verletzt. Auf einem anderen Markt in dem Schiitenviertel Kasimiya schlugen demnach drei Raketen ein. Zwei Menschen wurden getötet und 14 weitere verletzt worden.

Im zentralen Viertel Karrada kamen drei Soldaten und ein Zivilist ums Leben, als sich ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiwache in die Luft sprengte. Elf Menschen wurden verletzt. Ein weiterer Zivilist starb, als neben einer anderen Polizeipatrouille im Zentrum der Stadt eine Autobombe explodierte. In Mahmudiya rund 30 Kilometer südlich von Bagdad wurden bei der Explosion einer weiteren Autobombe fünf Menschen getötet und sechs weitere verletzt.

Seit vergangenen Mittwoch sind rund 50.000 irakische Sicherheitskräfte sowie mehr als 7.000 US-Soldaten in Bagdad und seiner Umgebung im Einsatz, um die tägliche Gewalt einzudämmen.

(apa/red)

17.6.2006 22:24