Montag, 12. Juni 2006

Mindestens acht Verletzte: Erdbeben erschütterte Japan, keine Tsunami-Warnung

  • Atomkraftwerke und Öl-Raffinerien ohne Ausfälle
  • Schnellzüge mussten Geschwindigkeit drosseln

Bei einem Erdbeben im Süden und Westen Japans sind mehrere Menschen verletzt und einige Verkehrswege unterbrochen worden. Die Erdstöße am frühen Morgen hätten eine Stärke von 6,2 gehabt, teilte die Japanische Meteorologische Behörde mit. Das Zentrum sei rund 140 Kilometer unter der Erdoberfläche in der Präfektur Oita gelegen, etwa 800 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio.

Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, mindestens acht Menschen seien bei dem Beben verletzt worden. Nach Angaben des Fernsehsenders NHK unterbrachen einige Regionalzüge ihre Fahrt nach den Erdstößen. Die Fahrer von Schnellzügen seien jedoch aufgefordert worden, mit gedrosselter Geschwindigkeit weiter zu fahren.

Keine Tsunami-Warnung
Die Atomkraftwerke und großen Öl-Raffinerien des Landes meldeten keine Ausfälle. Die Erdstöße waren in mehreren Städten des Landes zu spüren. Tsunami-Warnungen wurden nicht ausgegeben.

Unterdessen erschütterte ein weiteres Beben der Stärke 4,8 den Norden des Inselreiches. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst aber nicht. Auch hier wurde keine Warnung vor Tsunami ausgegeben.

Japan ist von mehreren Vulkanen und Ozeangräben umgeben und gehört zu den am häufigsten von Erdbeben betroffenen Ländern der Welt. Rund 20 Prozent aller jährlich auf der Welt verzeichneten Beben mit einer Stärke von 6,0 oder darüber erschüttern die Region. (APA/red)

12.6.2006 08:19