ÖGB sitzt auf zwei Milliarden Schulden:
Teure Fusion zwischen BAWAG und PSK
- Finanzreferent: Verkauf bringt weniger als 2,5 Mrd.
- ÖGB-Reform wird keinen Personalabbau auslösen
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ÖGB-Finanzchef Clemens Schneider glaubt, dass der Verkauf der Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K. weniger als 2,5 Milliarden Euro bringen wird. Angesichts des notwendigen raschen Handelns sei ein "Verkaufserlös von 2,5 Mrd. Euro nicht realistisch", sagte Schneider in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast". Die Gesamtschulden des ÖGB bezifferte der Finanzreferent mit rund zwei Mrd. Euro, die kolportierten drei Milliarden seien zu hoch gegriffen.
Eineinhalb Milliarde seien im Zuge der Fusion zwischen BAWAG und PSK entstanden. Zusätzlich hat der ÖGB bei der Bayerischen Landesbank 380 Millionen Schulden. Schließlich kommen rund 230 Millionen Euro aus Verbindlichkeiten von ÖGB Töchtern, beziehungsweise Stiftungen, dazu, bestätigte Schneider die "ungeheuerlichen Summen".
"Vieles" hänge nun vom Verkauf der BAWAG ab. Man hoffe, "genügend lukrieren" zu können, um alle Schulden zu tilgen, so Schneider, der angesichts des schnellen Verlaufs allerdings mit einem Erlös unter 2,5 Mrd. Euro rechnet. Einen konkreten Betrag wollte er aber nicht nennen.
Schneider verwies zugleich auf Aktivposten und Vermögenswerte wie Immobilien und Beteiligungen, die man "weitgehend" behalten müsse, um bilanzieren zu können. Ob man alles behalten wird können, werde sich nach der derzeitigen Finanz-Analyse zeigen.
Der Finanzchef bekräftigte erneut, dass im Zuge der ÖGB-Reform kein Personalabbau geplant sei. Man glaube, das "über natürliche Abgänge" machen zu können, so Schneider. Der ÖGB soll innerhalb von drei Jahren saniert sein. Schneider versicherte zudem, dass der ÖGB auch ohne Streikfonds in der Lage sei, die Arbeitnehmer zu vertreten. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Gewerkschaften in anderen Ländern.
(apa/red)
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