Einigung im Ortstafel-Streit? Korrekturen könnten schnellen Kompromiss ermöglichen
- Historiker Karner: Reduzierung der Schilder möglich
- Verordnung soll schon im Juni beschlossen werden
Der Historiker Stefan Karner sieht beim Kompromiss-Vorschlag für zusätzliche zweisprachige Ortstafeln noch Korrektur-Möglichkeiten. Er schließe nicht aus, dass es "da und dort Korrekturen und Abweichungen gibt", sagte Karner, der die Basis zum vorliegenden Kompromisspapier geliefert hat, im Ö1-Morgenjournal. Am Ende des Tages könne eine "leichte Modifikation" herauskommen.
Korrekturen seien bei der Anzahl der Schilder sowie der Ortschaften möglich, die ihren "örtlichen oder dörflichen Charakter verloren haben".
Ebenso könne die Prozenthürde als Argument herausgenommen und eine bestimmte Anzahl von Ortschaften erlassen werden, so Karner. "Theoretisch" könne es am Schluss ein paar Ortstafeln weniger geben, sagte der Historiker, dessen Kompromiss-Vorschlag 158 zweisprachige Tafeln vorsieht.
Karner glaubt, dass es noch im Juni eine Einigung geben könnte und - nach dem Plan von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel - eine neue Verordnung im Ministerrat beschlossen werden könnte. Die Chancen für eine Lösung seien intakt, sagte Karner.
(apa/red)
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