Überschwemmungen in der Steiermark: Hagelgewitter lassen die Bäche steigen
- Murenabgang in NÖ richtet wenig Schaden an
- Auch Salzburg hat eine stürmische Nacht hinter sich
Plus: Wetterprognose - So werden die nächsten Tage
Ein schweres Gewitter mit Hagelschlag ist am Freitagabend in der Steiermark im Raum Kapfenberg-Parschlug niedergegangen. Die gewaltigen Wassermassen ließen Bäche aus den Ufern treten. Auch in Salzburg und Niederösterreich kam es zu Überschwemmungen, im Raum Nuenkirchen ging eine Mure nieder.
In Kapfenberg-Gugga wurde die Brücke einer Gemeindestraße weggespült, die Landesstraße 138 wurde überflutet. Die Strecke musste für mehr als eine Stunde gesperrt werden. Im Gemeindegebiet Parschlug wurden mehrere Straßen unterspült und waren unpassierbar. Personen kamen nicht zu Schaden.
Unwetter in Salzburg: Blitz schlug in Einfamilienhaus
Schwere Gewitter haben auch den Salzburger Feuerwehren eine turbulente Nacht beschert. Ein Blitz schlug in das Stiegenhaus eines Gebäudes in Rif bei Hallein ein. Verletzt wurde niemand, die Bewohner des Einfamilienhauses waren nicht zu Hause.
Zum Glück war das Ausmaß der Schäden gering, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Zum Brand in Rif rückten 21 Einsatzkräfte aus. Ein Nachbar hatte die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Der Brand konnte innerhalb einer Stunde gelöscht werden. Die Höhe des Schadens ist nicht bekannt.
Nach einem Blitzschlag brannte in Niedernsill ein Heustadl ab. In Bürmoos mussten Feuerwehrleute die Zelte von Teilnehmern des dortigen Drachenbootrennens sichern. In Lamprechtshausen entfachte der starke Wind die Glutnester eines bereits abgebrannten Sonnwendfeuers. Die Feuerwehr wurde hinbeordert, doch der Regen hatte die Glutbrocken bereits gelöscht. In Taxenbach hatten Unbekannte ein Sonnwendfeuer mutwillig angezündet.
Unwetter auch in Niederösterreich
Die Regenfälle der Mittagsstunden haben im Bezirk Neunkirchen, speziell im Raum Zöbern, zu Überschwemmungen geführt. Teilweise waren einige Keller überflutet, auch eine kleine Mure ist abgegangen, berichtete Jörg Würzelberger, Sprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos. Er gab zugleich aber Entwarnung: "Es besteht kein Grund zur Panik."
Sollte es - wie vorhergesehen - nicht weiterregnen, sei bald wieder "alles erledigt", es bestehe keine Gefahr. Am Nachmittag waren 15 Freiwillige Feuerwehren mit Sicherungsmaßnahmen und Auspumparbeiten im Einsatz.
(apa/red)
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