Mord in Wien-Hietzing: Pensionist trennte seiner 67-jährigen Ehefrau den Kopf ab
- Anschließend steckte 81-Jähriger Wohnung in Brand
- Täter stellte sich schließlich selbst bei den Behörden
Ein Mord hat sich Freitagvormittag in Wien-Hietzing ereignet. Im Zuge eines Streits dürfte der 81-jährige Erich B. seine 67-jährige Lebensgefährtin Elisabeth G. getötet und ihr den Kopf mit einem Messer abgetrennt haben. Der Pensionist hat in einer ersten Einvernahme auch zugegeben, auf die Pensionistin eingestochen zu haben. Zuvor habe er sie mit einer Vase ins Gesicht geschlagen, berichtete Oberstleutnant Michael Mimra vom Kriminalkommissariat der APA. An den weiteren Tathergang könne er sich nicht mehr erinnern.
Das Motiv für den Mord dürfte länger zurückliegen, so der Ermittler. Demnach dürfte die 67-Jährige sehr dominant gewesen sein und den Verdächtigen immer wieder belehrt haben. Der Wiener dürfte den Kopf des Mordopfers mit einem Messer abgetrennt haben. Ob die Frau dabei noch gelebt hat und woran sie gestorben ist, müsse durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung geklärt werden, sagte Mimra. Das Mordopfer dürfte sich aber noch gewehrt haben. In der Nähe der Leiche wurden zahlreiche Messer gefunden.
Nach der Tat habe der Mann eine Sitzbank im Wohnzimmer angezündet und so versucht, die Wohnung in Brand zu stecken. Möglicherweise wollte er auf diese Weise Selbstmord begehen, sagte Mimra. Nachbarn hätten den verwirrt durch das Haus laufenden Pensionisten sowie die Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte entdeckten dann die Leiche der Frau und ihren Kopf im Wohn-Schlafzimmer.
Der 81-Jährige wurde festgenommen und mit einer Rauchgasvergiftung sowie Verletzungen am Arm ins Hanusch-Krankenhaus gebracht, sagte der Polizist. Er wurde kurze Zeit später in künstlichen Tiefschlaf versetzt und befand sich am Freitagnachmittag noch in stationärer Behandlung. Der Mann sei Akademiker und habe mit dem Mordopfer seit etwa vier bis fünf Jahren in einer Lebensgemeinschaft zusammengelebt. (apa/red)
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