Dauerthema Ausländerfrage: Liese
Prokop bewertet Modell der Grünen positiv
- Ministerin kann 'Green Crad' einiges abgewinnen
·Asyl-Anträge im Mai wieder stark gesunken
Um 36% auf 1.023. Von Jänner - Mai 28% weniger
Innenministerin Prokop hat das Einwanderungsmodell der Grünen positiv bewertet. Die Grünen schlagen eine Art Punktemodell ("Green Card") für Einwanderer vor. Die ÖVP- Innenministerin kann dem einiges abgewinnen.
Das erklärte sie am Freitag im Ö1-"Morgenjournal". Man werde in der nächsten Legislaturperiode über Verbesserungen des jetzigen Schlüsselarbeitskräftemodells reden müssen, so Prokop. Ein Punktemodell - wie von den Grünen vorgeschlagen - sei da sicher ein möglicher Weg.
Die derzeitige Schlüsselkräfte-Quote sei "absolut verbesserungswürdig", sagte die Ministerin. Ausdrücklich begrüßt wurde von ihr, dass sich die Grünen in der Ausländerpolitik "endlich auch bewegen". Sollte es nach der Wahl zu einer schwarz-grünen Koalition kommen, würde sie, Prokop, durchaus Innenministerin bleiben wollen.
Das neue Zuwanderungsmodell sei kein Kurswechsel, sagte der Grüne Parteichef Van der Bellen in einem "Kurier"-Interview. "Wir unterscheiden weiterhin zwischen Asylrecht, Familiennachzug, Integration und eben wirtschaftlicher Migration. Auf Letzteres zielt unser Modell ab - und nur darauf. Bei unserem Vorschlag geht es um die Planungssicherheit für beide Seiten - für Österreich und für die Zuwanderer."
(apa)
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