"Amerikanische Zustände" in Kärnten: Schüler kam mit Pistole in den Unterricht
- Bedrohte deutschen Mitschüler mit dem Umbringen
- Aus U-Haft entlassen - Direktor will Schulausschluss
Für einen Schulausschluss jenes 16-Jährigen, der in der HTL im kärntnerischen Ferlach mit einer Pistole zum Unterricht erschienen war und Mitschüler bedroht hatte, spricht sich der Direktor der Schule, Max Winkler, aus. Der jugendliche Waffennarr wurde mittlerweile am Donnerstag gegen Auflagen wieder aus der U-Haft entlassen.
"Sobald Waffen und Drohungen im Spiel sind, gibt es kein Warten mehr, sondern nur noch Reagieren. Ich bin für einen Schulausschluss des betreffenden Schülers", wird Direktor Winkler in de Freitag-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" zitiert. Man werde deshalb beim Landesschulrat einen Antrag auf Suspendierung stellen.
Der 16-Jährige, der eine Ausbildung in Waffentechnik absolviert, hatte laut Aussagen von Mitschülern mehrmals eine Pistole in das Klassenzimmer mitgebracht und deutsche Mitschüler bedroht, einen von ihnen sogar mit dem Umbringen. Nachdem jetzt Anzeige erstattet worden war, wurden im Zimmer des Burschen in seinem Elternhaus neben der Pistole sechs Gewehre gefunden. Patronen für die Faustfeuerwaffe wurden nicht entdeckt, wohl aber Gewehrmunition.
Die Waffen hat der Schüler von seinem 50-jährigen Vater, einem Bundesheerangehörigen, bekommen. Auch dieser wurde angezeigt. Bei der Hausdurchsuchung wurde laut Angaben der Polizei auch verbotenes Nazi-Material sichergestellt.
(apa/red)
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