Neonazi Alarm in Berlin

Angst vor WM-Randale. Rechtsextreme rüsten in Berlin für die Fußball-WM. Lokalaugenschein in den No-Go-Areas der WM-Hauptstadt.
Freitagabend in Berlin-Lichtenberg: In einer kleinen Gasse unweit des Bahnhofs marschieren fünf junge Männer mit kahl geschorenen Köpfen und Bierflaschen in der Hand. Plötzlich strecken sie ihre rechten Arme und grölen den NEWS-Reportern Heil Hitler zu. Sie wollen provozieren in diesem Kiez so nennen die Berliner ihre Viertel , der als eine der No-Go-Areas in Berlin gilt. Sie sind auf dem Weg in die Kiste, dort, wo sich Neonazis in Lichtenberg treffen. Dort, wo sie bis in die frühen Morgenstunden bei literweise Bier über die weiße Revolution schwadronieren. Dort, wo Fremde nicht ganz (heil) rauskommen, wie einer von ihnen erzählt. Und dort werden sie auch die Fußball-Welt-
meisterschaft im Fernsehen beobachten.
Samstagnachmittag in Berlin-Neukölln: Der 28-jährige Türke Gürtekim schäumt vor Wut: Ich will, dass es während der Fußball-Weltmeisterschaft kracht. Die Stadien sollen brennen. Die Neonazis sollen alles anzünden, damit die ganze Welt sieht, wie es den Ausländern in Deutschland geht.
Hochspannung vor der WM. Sonntagmittag in der S-Bahn kurz vor dem Ghetto Hohenschönhausen, an der Peripherie Berlins: Zwei Skinheads schlagen mit voller Wucht gegen die Fensterscheiben des Waggons, in dem die NEWS-Reporter sitzen. Wieder eine so genannte No-Go-Area für Ausländer, von der sich auch Journalisten fern halten sollen.
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