Dienstag, 6. Juni 2006

Billy Preston ist tot: "Fünfter Beatle" starb 59-jährig im Krankenhaus von Scottsdale

  • Erwachte nicht mehr aus seinem tiefen Koma
  • Preston begleitete die Beatles oft am Keyboard

Der amerikanische Sänger- und Songwriter Billy Preston, der die Beatles und die Rolling Stones in einigen ihrer besten Aufnahmen am Keyboard begleitete, tot. Er starb laut Fox News im Alter von 59 Jahren in einem Krankenhaus von Scottsdale (US-Bundesstaat Arizona). Preston hatte schon lange an Bluthochdruck und Komplikationen wie Nierenversagen gelitten. Er war am 21. November in ein Koma versunken, aus dem er nicht mehr aufwachte.

In Houston (Texas) geboren, kam der junge Billy schon als zehnjähriges Talent groß heraus. Er spielte für die Gospelsängerin Mahalia Jackson am Keyboard und wurde von Ray Charles gefördert. Miles Davis benannte einen Song nach ihm. 1973 gewann er einen Grammy für sein Instrumentalwerk "Outta Space". Mit Aretha Franklin arbeitete Preston an dem Album "Young, Gifted and Black", und Bob Dylan holte ihn für die Aufnahme von "Blood on the Tracks" an Bord.

Auf die Beatles traf Preston Anfang der 1960er Jahre, als er mit Little Richard auf Konzerttournee nach Hamburg ging. Er freundete sich mit den Pilzköpfen an und stand besonders George Harrison nah. Angeblich verhinderte er mit seiner besänftigenden Art, dass die Beatles damals trotz aller Streitigkeiten zusammen blieben.

Seinen Ruf als dem "wahren fünften Beatle" verdankt der Schwarze unter anderem der Zusammenarbeit für den Film "Let It Be". Mit seinem Solo in dem Klassiker "Get Back" trat er auch bei dem legendären "Roof Top"-Konzert auf, dem letzten Live-Event der Beatles. Harrison bat ihn 1971 zu seiner Benefizveranstaltung "Concert for Bangladesh". Auch die Rolling Stones nahmen Preston mit auf Tournee. Er beteiligte sich an mehreren ihrer Alben, darunter "Sticky Fingers" und "Exile on Main Street" sowie "Bridges on Babylon". (apa)

6.6.2006 21:34
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