Anteil an Arbeitslosigkeit gering: Nach BZÖ-FPÖ-Plänen 4.600 Ausländer "abschiebbar"
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Der Anteil der Ausländer an der Arbeitslosigkeit ist geringer, als manche glauben mögen. Eine Abschiebung langzeitarbeitsloser Ausländer - wie BZÖ und FPÖ fordern - würde die Arbeitslosenquote kaum senken, zeigen aktuelle Zahlen des AMS. Ende Mai 2006 waren 5.700 Ausländer länger als sechs Monate auf Arbeitssuche. Ohne EU-Bürger bleiben knapp 4.600 Personen, etwa zwei Prozent aller Arbeitslosen.
Das BZÖ will ja Ausländer, die sich weniger als acht Jahre in Österreich aufhalten und in dieser Zeit innerhalb eines Jahres mehr als sechs Monate arbeitslos waren, die Aufenthaltsbewilligung entziehen. Gemeint sein dürften nur Nicht-EU-Bürger und damit die oben genannten 4.600 Ausländer. Davon müssten allerdings noch jene abgezogen werden, die länger als acht Jahre in Österreich leben, nach BZÖ-Definition also "aufenthaltsverfestigt" sind. Eine diesbezügliche Daten-Erhebung ist nach Angaben des AMS nicht möglich, da die Aufenthaltsdauer der arbeitslosen Ausländer nicht erfasst wird. Die Zahl dürfte sich jedenfalls weiter verringern.
Die FPÖ hatte zunächst die Abschiebung von Ausländern gefordert, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Das waren im Monat Mai keine 100 Personen, inklusive EU-Bürger waren es exakt 159. Zuletzt sprachen sich die Freiheitlichen ebenfalls für den Verlust des Aufenthaltstitels für all jene, "die zwischen sechs Monaten und zwei Jahren arbeitslos sind und auch keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz haben".
Insgesamt waren im Mai - unabhängig von Dauer und Staatszugehörigkeit - 36.606 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das waren um knapp 2.000 Personen oder fünf Prozent weniger als im Mai 2005. Damit war der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Nicht-Österreichern fast gleich groß wie der Rückgang der Arbeitslosen gesamt. (apa/red)

