Fernando Alonso gewinnt Silverstone-GP: Start-Ziel-Sieg vor Schumacher & Räikkönen
- Christian Klien ohne Chance auf Punkte: Nur Platz 14
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Wie wird die erste Saison ohne Legende "Schumi"?
Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat mit dem Triumph in Silverstone den nächsten großen Schritt Richtung erfolgreiche Titelverteidigung gemacht. Der Weltmeister aus Spanien feierte im achten Rennen erneut einen überlegenen Start-Ziel-Sieg und baute seine WM-Führung mit seinem bereits fünften Saisonsieg auf 23 Punkte aus. "Das war in der Tat ein einfacher Sieg für uns, unsere Konkurrenten waren diesmal chancenlos", lautete der erste Kommentar des 24-jährigen Siegers, der seinen insgesamt 13. GP-Erfolg einfuhr.
Hinter dem dominierenden Alonso landeten der deutsche Ferrari-Star Michael Schumacher, auch in der WM erster Verfolger des Asturiers, sowie der finnische Vizeweltmeister Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes auf den Ehrenplätzen. Der Vorarlberger Christian Klien sah im Großbritannien-Grand-Prix zwar im Gegensatz zu seinem Ausfall in Monaco wieder die Zielflagge, doch mit einer Runde Rückstand kam der Red-Bull-Ferrari-Pilot nicht über Rang 14 hinaus.
Während sich Alonso an der Spitze relativ schnell Luft verschaffte, entbrannte in der Anfangsphase zwischen Schumacher und Räikkönen, der nach dem Start vor dem Deutschen lag, ein heißer Kampf um Platz zwei. So gab es in Runde vier ein haariges Rad-an-Rad-Duell, doch "Schumi" steckte im letzten Moment zurück und überholte den Finnen dann erst im Zuge der zweiten Boxen-Stopp-Serie.
"Wir müssen natürlich zugeben, dass wir nicht schnell genug gewesen sind. Aber wir arbeiten daran, den Rückstand auf Renault zu verringern", meinte Schumacher, während sein Technik-Direktor Ross Brown von "zwei Punkten, die wieder in die falsche Richtung gingen", sprach. In der WM folgt hinter dem Duo Alonso und Schumacher nun ebenfalls Räikkönen auf Rang drei. Doch auch der "Iceman" beklagte, dass sein Team im Moment gegen die Kombination Alonso-Renault keine Chance habe.
Für Klien verlief das Rennen in England überaus enttäuschend. "Es war eine Katastrophe, nach vorne ging gar nichts", lautete der treffende Kommentar des Hohenemsers, der mit "Gebrauchtreifen" starten musste und deshalb enorme Probleme mit Untersteuern hatte. "Die Vorderreifen waren am Ende total kaputt, deswegen bin ich die letzten zehn Runden extrem langsam gefahren."
Sein schottischer Teamkollege David Coulthard, zuletzt Dritter in Monaco, hatte als Zwölfter ebenfalls keine Chance auf WM-Zähler. "Wir waren einfach viel zu langsam, um hier Punkte zu holen. Die schnellen Strecken liegen uns einfach nicht, das haben wir wieder zu spüren bekommen", betonte Klien.
Am Rande des Großbritannien-GP kursierten vielleicht auch deshalb schon Gerüchte, dass es in der kommenden Saison zu einem Motortausch innerhalb der Red-Bull-Teams kommen könnte. Das würde bedeuten, dass die Scuderia Toro Rosso, die noch immer auf ihren ersten WM-Punkt wartet, ab 2007 mit Ferrari-Triebwerken unterwegs wäre, während Red Bull Racing die Cosworth-Motoren des "Junior-Teams" übernehmen würde.
Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger wollte diesen Tausch in Silverstone zwar nicht bestätigten, dementierte ihn aber auch nicht. "Es ist noch zu früh, um über solche Dinge zu sprechen, wir haben ja noch nicht einmal Saison-Halbzeit. Schauen wir 'mal, in welche Richtung die Entwicklung geht", meinte der Tiroler.
(apa)
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