Angriffe auf Europa geplant? Zarqawi warb vor Tod 300 Extremisten für Anschläge an
- Terroristen warten in Heimatländern auf Anweisungen
- PLUS: Wurde sterbender Zarqawi noch getreten?

·Wurde Zarqawi vor Tod noch getreten?
Schilderung eines Irakers
wirft neue Fragen auf
·Auch Zarqawis Baby bei US-Angriff getötet?
Eineinhalbjähriger soll bei
Terrorchef gelebt haben
·Tod Zarqawis sorgt für Angst in Bagdad
Irak: Verheerende Anschläge befürchtet
·Terrorist al-Zarqawi bei US-Angriff getötet
Von eigenen Leuten verraten - BILDER!
·BILDER: So wurde
al-Zarqawi getötet
Fotos des Toten und vom Luftangriff veröffentlicht
·Die blutige Karriere eines Top-Terroristen
Zarqawi für hunderte Tote verantwortlich
·Zarqawis langer Weg zum Terror-Führer
Nach US-Invasion stieg er
zum Top-Terroristen auf
Der irakische Al-Kaida-Chef Zarqawi soll in der Zeit vor seinem Tod hunderte Extremisten rekrutiert haben, die nach einer Ausbildung im Irak nun in ihren Heimatländern auf Anweisungen für Anschläge warten. Diese rund 300 Personen hätten Zarqawi und seine Helfer zusätzlich zu denen angeworben, die für Anschläge im Irak vorgesehen seien, berichtete die "New York Times".
Die Zeitung zitierte zudem ein ehemaliges Mitglied des Nationalen US-Sicherheitsrates, Steven Simon, mit den Worten, nach seiner Einschätzung könne der nächste Schritt sein, dass die Netzwerke nun mobilisiert würden, um Europäer anzugreifen. Es sei das erste Mal, das konkrete Zahlen über den Umfang von Zarqawis Rekrutierungen bekannt geworden seien, hieß es. Zwar hätten auch US-Experten Bewegungen von im Irak ausgebildeten Extremisten zurück in ihre Heimatländer registriert. Allerdings sei man von einer deutlich geringeren Zahl ausgegangen.
Zarqawi war vor wenigen Tagen bei einem US-Luftangriff im Irak getötet worden. Er wird für einen großen Teil der Gewalt verantwortlich gemacht, die das Land seit dem Einmarsch der US- geführten Truppen im März 2003 erschüttert. Die Al-Kaida hatte erklärt, Zarqawis Tod sei ein Ansporn für umso heftigere Gewalt.
Nach dem Tod des Top-Terroristen Abu Mussab al-Zarqawi im Irak haben US-Soldaten und lokale Polizeieinheiten am Wochenende mehr als 40 mutmaßliche Extremisten festgenommen. Einige von ihnen sollen die Truppen auf Grund von Dokumenten aufgespürt haben, die in Zarqawis letztem Versteck gefunden worden waren. Das Haus war bei dem US-Luftangriff auf den jordanischen Terroristen am vergangenen Mittwoch zerstört worden.
Auf einer Internetseite von Islamisten tauchte am Sonntag eine Erklärung im Namen der von Zarqawi gegründeten Terrorgruppe, El Kaida im Zweistromland, auf. Darin hieß es, der "Heilige Krieg" im Irak werde auch ohne den getöteten Anführer fortgesetzt. Gleichzeitig bekundeten die Extremisten ihre Loyalität gegenüber dem Anführer des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden. Die "Gotteskrieger" hätten beschlossen, "große Operationen vorzubereiten, die den Feind erschüttern werden." Zu einem möglichen Nachfolger ihres "Emirs Abu Mussab" machten die Islamisten keine Angaben. Die Echtheit des Dokuments konnte nicht überprüft werden.
Tote und Gefangene bei neuen Gefechten
In der südirakischen Stadt Amara starben bei Gefechten zwischen Aufständischen und britischen Soldaten nach Angaben der irakischen Polizei zehn Iraker. In einem Vorort der Aufständischenhochburg Ramadi kamen laut Krankenhausärzten drei Iraker durch einen US- Angriff auf ein Haus ums Leben. Im benachbarten Falluja erschossen Extremisten einen Mann und eine Frau auf offener Straße. Bei weiteren Anschlägen kamen am Wochenende im Irak mindestens neun weitere Menschen ums Leben.
In einer Rundfunkansprache sagte Bush, Terroristen und Rebellen versuchten, zu beweisen, "dass sie ohne Zarqawi weitermachen können". "Die Arbeit, die vor uns liegt, wird weitere Opfer und weitere Geduld erfordern." Die Ausschaltung Zarqawis und der Abschluss der Regierungsbildung im Irak seien ein "großer Sieg der Freiheit im Herzen des Nahen Ostens".
Bush will am Montag mit seinem Sicherheitsteam und wichtigen Kabinettsmitgliedern über das weitere Vorgehen im Irak beraten. Am Dienstag soll sich der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki per Videokonferenz daran beteiligen.
(apa/red)
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
