Auch nach dem Tod Zarqawis: Kampf gegen
Terroristen und Aufständische geht weiter
- Irakische und US-Truppen nehmen 35 Menschen fest
- Sturm auf Stadt Ramadi steht unmittelbar bevor

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Nach dem Tode des Top-Terroristen Abu Musab al-Zarqawi setzen amerikanische und irakische Truppen ihre Jagd auf Terroristen und Aufständische unvermindert fort. Bei Razzien in verschiedenen Orten im Irak wurden am Samstag insgesamt 35 Verdächtige festgenommen.
In Bakuba (60 Kilometer nordöstlich von Bagdad) wurden 23 Menschen festgenommen. Ihre Namen hätten auf Listen gestanden, die in den Trümmern des Hauses gefunden wurden, in dem Zarqawi in der Nähe von Bakuba nach einem Luftangriff gestorben war.
In der 110 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt Ramadi berichteten Bewohner und Polizei am Samstag, Soldaten hätten sie vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff ähnlich dem auf die Aufständischen-Hochburg Falluja im Herbst 2004 gewarnt. Sie hätten Bewohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Bereits seit Freitagmorgen hätten Kampfflugzeuge zahlreiche Häuser in verschiedenen Stadtteilen bombardiert. Über Opfer lägen keine Angaben vor, da Sanitäter und Polizisten nicht in die Stadt gelassen würden. Der Gouverneur der Provinz Al-Anbar, Mamoun Rashid, und Stammesscheichs verhandelten mit den Amerikanern, hieß es.
Bei einer US-geführten Offensive gegen die ebenfalls in der Unruheprovinz Al-Anbar gelegene Stadt Falluja waren 2004 mehrere hundert Menschen getötet worden, nach offiziellen Angaben 71 US- Soldaten und mehr als 1000 "Aufständische". Unklar ist, wie hoch die Opferzahl unter der Zivilbevölkerung war.
US-Präsident George W. Bush will nun mit seinem Sicherheitsteam und wichtigen Kabinettsmitgliedern über das weitere Vorgehen im Irak beraten. Danach soll sich der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki in einer Videokonferenz daran beteiligen.
Al-Kaida-Mitglied gefasst
Der zur Fahndung ausgeschriebene Abbas al-Mofragi sei im Rahmen eines größeren Einsatzes in Khan Bani Saad bei Bakuba festgenommen worden, teilte die Armee am Samstag mit.Mofragi sei ein Mitarbeiter Zarqawis gewesen. Die US-Armee habe 50.000 Dollar für seine Ergreifung ausgeschrieben.
(apa/red)
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