Kleiner Durchbruch bei zähem Atomstreit: Teheran nennt Angebot teilweise akzeptabel
- Iran erwägt aber Vorlegen eines Gegenvorschlags
- Ratvorsitzender Schüssel gegen zusätzlichen Druck
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Angst vor Atomwaffen-plänen Teherans wächst
Die iranische Führung betrachtet Teile des internationalen Angebots zur Beilegung des Atomstreits als akzeptabel. Andere müssten noch weiter entwickelt werden, erklärte Außenamtssprecher Hamid Reza Assefi. Er wies zugleich Vorwürfe zurück, der Iran verzögere seine Antwort. Die am Dienstag erhaltenen Vorschläge würden einer gründlichen Auswertung unterzogen.
Der Kompromissvorschlag der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands sieht Anreize für eine Kooperation vor, um den Iran zum Aussetzen der Urananreicherung zu bewegen. EU-Ratsvorsitzender Bundeskanzler Schüssel hat inzwischen davor gewarnt, den Druck auf Teheran weiter zu erhöhen.
Außenminister Manouchehr Mottaki hatte am Samstag erklärt, die iranische Regierung erwäge nach der Prüfung der internationalen Vorschläge einen Gegenvorschlag. Mottaki drückte die Hoffnung aus, dass der Konflikt "auf der Grundlage von Fairness und nicht von Diskriminierung" gelöst werde. Frankreich und Großbritannien hatten am Freitag eindringlich an Teheran appelliert, einen positiven Weg einzuschlagen und sich gegen eine "dauerhafte Isolierung" zu entscheiden.
EU-Ratsvorsitzender Schüssel wurde von der "Bild am Sonntag" mit den Worten zitiert: "Die ersten Reaktionen auf den jüngsten Vorschlag, den Solana in Teheran überbracht hat, sind ermutigend (...) Jetzt sollten wir keinen zusätzlichen Druck ausüben, sondern dem Iran drei bis vier Wochen Zeit für die Prüfung unseres Angebots und die Überprüfung der eigenen Position geben."
(apa/red)
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