Fährunglück in Ägypten: Flüchtiger Reeder zahlt Millionen-Entschädigung an die Opfer
- Bejörden gaben sein auf Eis gelegtes Vermögen frei
Nach der Fährkatastrophe im Roten Meer mit mehr als 1000 Toten hat der flüchtige Fährbetreiber etwa 44,4 Millionen Euro für die Entschädigung von Opfern bereit gestellt. Die ägyptischen Behörden gaben im Gegenzug das zuvor auf Eis gelegte Vermögen des Reeders Mamduh Ismail und seiner Familie wieder frei, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Allerdings bleibe der internationale Haftbefehl gegen Ismail weiterhin bestehen. Er soll sich Berichten zufolge in Großbritannien aufhalten.
Der Prozess gegen den Reeder begann am Montag in dessen Abwesenheit in der Hafenstadt Safaga. Die Anklage wirft ihm fahrlässige Tötung vor, weil er die Behörden nicht sofort informiert hatte, als er von Problemen an Bord der Unglücksfähre "Salam 98" erfahren hatte. Die Sicherheitskräfte an Land wurden erst Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers auf dem Schiff alarmiert. Von den etwa 1400 Fahrgästen und Crew-Mitgliedern wurden weniger als 400 lebend gerettet. (apa)
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