Attacke gegen Polizisten in Graz: Erst Schuss in Oberschenkel stoppte Randalierer
- Kroate wollte Scheibe von Polizeistation einschlagen
- Asylwerber operiert und nicht in Lebensgefahr
Mit einem Messer ist ein 44-jähriger Kroate am Freitag in Graz auf zwei Polizisten losgegangen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, doch der Rasende tobte weiter. Erst ein Schuss in den Oberschenkel stoppte die Attacken gegen die Polizisten. Der als Gewalttäter bekannte Mann hatte zuvor versucht, mit einem Stein eine Scheibe des Polizeistützpunktes Graz-West einzuschlagen.
Ein Passant hatte beobachtet, wie der Kroate eine Seitenscheibe der Haupteingangstüre des Polizeistützpunktes West einschlagen wollte, und verständigte die Beamten. Dieser drehte durch, als er zwei Polizisten auf sich zukommen sah: Er hatte ein so genanntes "Nunchako (jap. Kampfgerät, bestehend aus zwei kurzen Stangen, die mit einer Kette oder Schnur verbunden sind, Anm.), ein Messer und einen Schlosserhammer dabei. Mit dem Nunchako führte der Kroate Schläge gegen die Beamten aus, die daraufhin Pfefferspray einsetzten.
Da zog der 44-Jährige sein Messer und ging auf einen der beiden Polizisten los. Da der Kroate trotz wiederholter Aufforderung zur Aufgabe nicht reagierte, gab einer der Beamten mit seiner Dienstpistole einen Schreckschuss in die Luft ab. Der Mann ließ sich davon nicht beeindrucken und ging mit dem Messer auf einen Polizisten los. Dieser konnte sich nur durch einen Sprung über die Motorhaube eines herannahenden Pkw aus dem Gefahrenbereich bringen. Als der Amokläufer erneut einen Angriff startete, gab einer der Beamten einen Schuss in den Oberschenkel des Rasenden ab. Erst jetzt konnte der Asylwerber überwältigt und festgenommen werden. Er wurde operiert und ist nicht in Lebensgefahr. (apa/red)
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