WM sorgt für Bier-Engpass: Ottakringer
ohne Mehrwegflaschen, Abfüllung gestoppt
- Gesamte Bier-Produktion um ein Drittel gedrosselt
- Situation weiter kritisch: Flaschen dringend gesucht
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Die Ottakringer Brauerei musste die Produktion um ein Drittel drosseln, weil ihr die Mehrwegflaschen ausgegangen sind. "Ottakringer gibt es jetzt seit 1837, aber so etwas hat es noch nie gegeben", zeigte sich Unternehmenssprecher Thomas Sautner ziemlich perplex, was die Fußball-WM bewirken kann. In den kommenden Tagen sollte die Abfüllung in Mehrwegflaschen aber wieder anlaufen. "Wir erwarten die Lieferung von einigen hunderttausend Flaschen".
Zugleich erneuerte die Brauerei den Aufruf an alle Konsumenten, rasch ihr Leergut zurückzubringen. Gründe für die enorme Nachfrage nach dem Gerstensaft aus der Wiener Vorstadt seien die WM in Deutschland sowie das Ottakringer-WM-Gewinnspiel. Derzeit werde Bier lediglich in Dosen, Fässer und 0,3 Liter-Einwegflaschen abgefüllt.
In den Supermärkten gebe es zur Zeit noch ausreichend 0,5-Liter Mehrwegflaschen: "Wenn allerdings weiter so eine große Nachfrage besteht, wird's eng", befürchtete der Ottakringer-Sprecher. Es sei durchaus vorstellbar, dass Ottakringer-Bier in Mehrwegflaschen bald ausverkauft sein könnte. Die Verbraucher müssten dann auf Dosen oder andere Gebinde "ausweichen". Nach dem "Hilferuf" vor zwei Tagen sei zwar einiges an Flaschen und Kisten zurück gebracht worden - "doch wir haben immer noch zu wenig".
Derzeit seien insgesamt rund 240.000 Ottakringer Bierkisten und 4,4 Millionen Mehrwegflaschen (0,5 Liter) im Umlauf. Ottakringer-Chef Sigi Menz: "In den vergangenen Tagen haben wir um bis zu 40 Prozent mehr Bier verkauft als sonst. Das hat unsere Logistik doch etwas überfordert."
(apa/red)
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