Sonntag, 11. Juni 2006

Nach Blutung im Dickdarm: Kurt Waldheim
konnte Krankenhaus wieder verlassen

  • Altbundespräsident in häusliche Pflege entlassen
  • Zuletzt trat Waldheim am 15. Mai in die Öffentlichkeit

Altbundespräsident Waldheim hat das Krankenhaus am Samstagabend nach fünf Tagen verlassen. Der 87-Jährige war am Dienstag wegen einer Blutung aus einer gutartigen Aussackung des Dickdarms zunächst in ein Privatspital eingeliefert und später ins Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) überstellt worden. Dort ist es gelungen, das blutende Gefäß zu veröden und die Blutung zu stoppen.

In einer knappen Presseerklärung des AKH hieß es am Sonntag, Waldheim habe darum gebeten, "der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass er am Abend des 10.06.2006 das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien - Universitätskliniken - verlassen konnte und seinen Genesungsweg zu Hause fortsetzen wird. Er dankt sehr herzlich für die zahlreich eingelangten Glückwünsche."

Waldheim, Bundespräsident von 1986 bis 1992, lebt mit seiner Gattin Sissi in Wien. In der Öffentlichkeit aufgetreten war er zuletzt am 17. Mai bei einer Festsitzung der Akademie der Wissenschaften in Wien sowie am 15. Mai bei der "Rede zur Lage der Nation" von Bundeskanzler Schüssel im Konzerthaus. Waldheim ist der letzte lebende Altpräsident, die meisten seiner Vorgänger sowie sein Nachfolger Thomas Klestil sind im Amt verstorben. (apa/red)

11.6.2006 12:12