Microcars selten die billigere Alternative: Hohe Reperatur- und Servicekosten drohen
- 1/3 haben schon nach 10.000 km schwere Mängel
- Radaufhängung, Bremsen und Gelenke betroffen

Microcars sind nur auf den ersten Blick eine relativ günstige Anschaffung. Denn auch wenn der Kaufpreis eines normalen Wagens oft deutlich höher ist, können die kleinen Mopedautos durch ihre geringere Lebensdauer ordentlich teuer werden.
Über 17.000 vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge sind derzeit auf Österreichs Straßen unterwegs. Die Mopedautos können laut ARBÖ sehr rasch zu einer "Kostenfalle" werden. "Ab einer Fahrzeugleistung von 10.000 km haben schon 35 Prozent aller Microcars mindestens einen schweren Mangel. Nach 20.000 km sind es schon 80 Prozent", fasste Burgenland-Landesgeschäftsführer Rudolf Leeb das Ergebnis eines Prüfberichts zusammen.
Wo die Mängel liegen
Die schweren Mängel liegen den Angaben zufolge vor allem bei der Radaufhängung, bei den Gelenken, Bremsen sowie den Radlagern. Ein Grund dafür ist laut ARBÖ, dass diese Autos zu 80 Prozent auf Vollgas gefahren werden, um die Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h zu erreichen.
Weniger Stabilität
Die Microcars sind prinzipiell nicht so stabil wie normale Kraftfahrzeuge. Mopedautolenker haben laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit zudem ein achtfach höheres Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden.
Kleine Serviceintervalle
"Die Serviceintervalle bei den vierrädrigen Leichtfahrzeugen liegen bei 5.000 km. Im Durchschnitt muss für Service plus Reparaturen mit 450 Euro gerechnet werden. Zählt man die relativ hohen Anschaffungskosten von 9.5000 bis 13.000 Euro dazu, muss man von der 'Kostenfalle Microcars' sprechen", so Leeb. (APA/red)
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