"Kein Hinweis auf Doping": NEWS exklusiv über den ÖSV-Freispruch für Walter Mayer
- Aber: "Verdachtsmomente" gegen Biathleten Perner
- Johannes Eder wegen Kochsalz-Injektion gesperrt
Wie in der aktuellen Ausgabe von NEWS berichtet wird, liegt nun der Endbericht der ÖSV-Untersuchungskommission im Fall des bei den olympischen Spielen von Turin im Februar dieses Jahres unter Dopingverdacht geratenen Langlauf-Trainer Walter Mayer vor. Demnach kommt der Disziplinarausschuss zu dem Schluss, dass "nichts darauf hindeutet, dass er (Mayer; Anm.d.Red.) in irgendeiner Form vor Ort im Einzelfall oder organisiert Doping betrieben hat". Untersuchungs-Chef Arnold Riebenbauer hält allerdings fest, dass es "Verdachtsmomente" gegen den Biathleten Wolfgang Perner gäbe, weil dieser von Zeugen in der ÖSV-Anhörung belastet wurde. Und, so Riebenbauer in dem Papier weiters: "Gesperrt wurde Johannes Eder, da er sich eine Kochsalzlösung selbst injizierte. Dies aber hätte ein Arzt vornehmen müssen."
Zu diesem ersten Freispruch - das Verfahren in Turin läuft noch - hat Walter Mayer dem Nachrichtenmagazin sein erstes Interview nach der Entlassung aus der Psychiatrie gegeben. Mayer, der nach seiner Flucht aus Turin in Kärnten mit seinem Wagen schwer alkoholisiert in eine Polizeisperre gefahren war, sagt darin. "Als der Polizist zu mir sagte, jetzt ist er fällig, sind bei mir alle Sicherungen durchgebrannt. Ich bin aufs Gas gestiegen, um gegen einen Baum zu fahren. Da kam die Straßensperre und ich hab nur gedacht, der Fall hat sich erledigt, die nehm ich jetzt."
Außerdem greift Mayer in dem Interview auch die internationalen Verbände an, die "mit Macht und Position alles hin und herschieben, wie sie es wollen."
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