Rechnungshof hebt den Zeigefinger:
Kritik am Arbeitsmarktservice Wien
- Drei regionale Geschäftsstellen untersucht
Der Rechnungshof kritisiert in einem am Montag veröffentlichten Bericht das Arbeitsmarktservice Wien (AMS Wien) sowie die Umsetzung der im Jahr 2002 gestarteten grundlegenden Reorganisation des Arbeitsmarktservice. Defizite seien in einzelnen Bereichen, "vornehmlich im Führungsverhalten des mittleren Managements" vorhanden gewesen.
Kernelement der Reorganisation im Jahr 2000 war die Umstellung des Geschäftsbetriebs in eine Info-, (grundsätzliche Auskünfte), eine Servicezone (erste Betreuungsstufe) und in eine Beratungszone (individuelle Beratungsgespräche, Vermittlungen).
In der Infozone sei die Anzahl der für diese Zone zur Verfügung stehenden Planstellen "im Verhältnis zu den ihr übertragenen Aufgaben zu hoch", schreibt der Rechnungshof.
Die Servicezone sei in den untersuchten drei regionalen Geschäftsstellen eine "Schwachstelle" gewesen, "weil sie (die Geschäftsstellen, Anm.) der Beratung und Vermittlung nicht entsprechend ihrer Aufgabenstellung nachkamen". Bei der Beratung seien weder die Qualität der Datenerfassung noch die Intimsphäre der Kunden gewährleistet gewesen. Eine fixe Zuteilung der Kunden zu einem Berater gebe es nicht.
Die Zusammenarbeit zwischen Service und Beratungszone sei in den überprüften regionalen Geschäftsstellen "mangelhaft" gewesen, bemängeln die RH-Prüfer.
(apa)
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