Montag, 29. Mai 2006

"Gute Liquiditätsbasis": AUA dementiert Spekulationen über finanzielle Schieflage

  • Finanzspritze nicht für Flugbetrieb zu verwenden
  • Verhindert Kapitalerhöhung feindliche Übernahme?

Die börsenotierte Austrian Airlines-Gruppe weist Medienberichte über eine "angespannte Liquiditätslage" zurück. Die AUA verfüge über eine "gute Liquiditätsbasis", Spekulationen, wonach die von der Hauptversammlung am 22. Mai genehmigte Kapitalerhöhung über rund 125 Mio. Euro der Aufrechterhaltung des Flugbetriebs dienen sollen, "entbehren jeder Grundlage", sagte AUA-Sprecher Davoras.

"Für die Abwicklung des laufenden Geschäfts und für die im Budget 2006 vorgesehenen Investitionen" sei "frisches Geld aus einer Kapitalerhöhung nicht erforderlich", betont die AUA. Die Gruppe plant für das kommende Jahr insgesamt Investitionen über 250 Mio. Euro. Rund 40 Mio. Euro fließen in eine Qualitätsoffensive in der Langstrecken-Business-Class, die mit Liegesesseln und Internet-Zugang ausgestattet wird.

Könnte feindliche Übernahme verhindern
Über den Zeitpunkt der genehmigten Kapitalerhöhung werde erst entschieden, auch zum Verwendungszweck wurden bisher offiziell keine Angaben gemacht. Früher war die Kapitalerhöhung mit einer Entscheidung über neue Langstreckenflugzeuge in Verbindung gebracht worden. Zudem könnte eine Geldspritze die Gruppe aus AUA, Lauda Air, Tyrolean/Austrian arrows und Slovak Airlines vor einer feindlichen Übernahme schützen.

Der AUA-Vorstand mit dem neuen Chef Alfred Ötsch an der Spitze ortete bei den Mitarbeitern eine "neue Aufbruchstimmung, Dynamik und Optimismus". Gerüchte über eine angespannte Liquiditätslage der AUA seien "offensichtlich Teil der Spekulationen, die im Nachgang zur Hauptversammlung gegen die Austrian Airlines-Aktie vorgenommen wurden", vermutet die Airline. (apa)

29.5.2006 14:05