Unter Verdacht: Arsenal soll belgischen
Klub Beveren geheim übernommen haben
- Mit einer Millionenspritze vor Bankrott gerettet?
- Engländer dementieren - technische Zusammenarbeit
Der englische Fußball-Premier-League-Verein Arsenal hat in einer Stellungnahme dementiert, den belgischen Erstligisten SK Beveren seit 2001 kontrolliert zu haben. Wie der englische TV-Sender BBC am Donnerstag berichtete, soll der Champions-League-Finalist damals die Belgier mit einer Millionenspritze vor dem Bankrott gerettet haben. Der Weltfußballverband (FIFA) untersucht zurzeit, ob Arsenal Verfehlungen begangen hat.
Die Londoner sollen laut eines Berichts der BBC im Jahr 2001 einem Konsortiumsmitglied von Beveren einen Fonds im Wert von rund 1,5 Millionen Euro auf Basis eines Kredits zur Verfügung gestellt haben. Dies gab der Verein auch zu. "Um zu helfen die Finanzen zu stabilisieren", wie es hieß. Damit wurde ein drohender Konkurs von Beveren abgewendet.
Arsenal stellte in einer Aussendung aber klar, nie direkt oder indirekt Aktien von Beveren gekauft zu haben, noch den Verein in irgendeiner Weise beeinflusst zu haben. Weiters habe der Klub immer in bestem Gewissen für Beveren, Arsenal und den gesamten Fußball gehandelt. Arsenal hatte seit 2001 lediglich eine "technische Zusammenarbeit" mit den Belgiern.
Die ursprüngliche Untersuchung beim belgischen Erstligisten durch die Finanzbehörden fand auf Grund des Verdachts der Geldwäsche statt. Die Polizei vermutete, dass die russische Mafia Beveren zur Geldwäsche benutzt hätte. Dieser Verdacht bestätigte sich jedoch nicht. Hingegen wurden die Behörden auf Zahlungen von Arsenal an Beveren aufmerksam. Die BBC berichtete, dass der Verein dazu benutzt worden sein soll, Spieler aus der Elfenbeinküste, wie zum Beispiel Arsenals Verteidiger Emanuel Eboue, nach Europa zu bringen.
(apa)
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