Dienstag, 30. Mai 2006

Bregenz erneut Handball-Meister: Fünfter Titel der Klubgeschichte für Vorarlberger

  • 28:24-Sieg - Fivers im 3. Finalspiel klar unterlegen
  • Fünfter Titel für Bregenzer, der dritte in Folge

Der Meister der Handball Liga Austria der Männer heißt wie in den vergangenen beiden Jahren A1 Bregenz. Die Vorarlberger gewannen am Montag das dritte Spiel der "best-of-three"-Finalserie gegen die Aon Fivers deutlich mit 28:24 (16:12) und fixierten ihren insgesamt fünften HLA-Titel der Vereinsgeschichte. Die Wiener beenden die Saison damit wie im Vorjahr auf Rang zwei.

Die Wiener hatten mit einem überzeugenden Heimsieg (30:27) am Freitag ein drittes Finalspiel erzwungen, doch in Bregenz hatten die Margaretner nur wenige Argumente parat. Nur einmal, nämlich beim 1:0, lagen die Gäste voran. Die Vorarlberger warfen indes schon recht früh eine komfortable Führung heraus und zogen binnen weniger Minuten von 4:4 auf 10:5 davon. Danach ließen sie sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

"Wir haben sehr konzentriert gespielt. Mit diesen Fans im Rücken hatte ich keine Sorgen", erklärte Bregenz-Spielertrainer Dagur Sigurdsson, der einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Angriffe war. Bei den Fivers blieb Routinier Michael Gangl, der am Freitag noch groß aufgespielt hatte, dagegen farblos und auch Martin Abadir gelang auf Seiten der Wiener nur wenig.

"Es hat die Mannschaft gewonnen, die mehr Kraft und mehr gesunde Spieler hatte", erklärte Fivers-Coach Romas Magelinskas, der seine Truppe auch als "Not-Mannschaft" bezeichnete. So brachten die Wiener beim Stand von 6:13 sogar den am Freitag mit einer Schulterluxation ausgeschiedenen Vitas Ziura ins Spiel. Das Verletzungspech blieb den Margaretnern aber auch im "Ländle" treu. Noch in der ersten Hälfte fiel Tormann Sergej Bilyk mit einer Armblessur aus.

Nach dem Seitenwechsel kam nur einmal und auch nur für sehr kurze Zeit Spannung auf, als die Gäste aus Wien beim Stand von 18:20 bis auf zwei Tore herankamen. Die Bregenzer zogen aber das Tempo gleich wieder an und bauten ihren Vorsprung wieder aus. "Heute sind wir auch der Meister der Herzen", jubelte Bregenz-Manager Roland Frühstück vor voller Kulisse in Anspielung auf das Attribut, das sich im Vorjahr noch die Wiener verpasst hatten.

(apa)

30.5.2006 11:35