Montag, 29. Mai 2006

Premiere bei 500 Meilen von Indianapolis: Sam Hornish jr. gewinnt Klassiker erstmals

  • Knapper Triumph vor Marco und Michael Andretti

Sam Hornish jr. hat am Sonntag in Indianapolis das 500-Meilen-Rennen mit nur sechs Hundertstel Vorsprung vor Marco Andretti (19) und dessen Vater Michael Andretti gewonnen. Es war die zweitknappste Entscheidung in der 95-jährigen Geschichte des "Indy 500". 400.000 Zuschauer wurden bei Gluthitze mit purer Motorsport-Dramatik verwöhnt.

Pole-Mann Hornish und Dan Wheeldon beherrschten anfangs das Rennen, das sich zu einem echten Knüller mit Unfällen, Gelbphasen und einem unglaublichen Finale entwickelte. Hornish schien bereits alles verloren zu haben, als er beim letzten Boxenstopp mit noch angeschlossenem Tankschlauch losgefahren und dafür eine Durchfahrtstrafe erhalten hatte. Der Dallara-Honda-Fahrer holte aber kontinuierlich auf und verhinderte auf den letzten Metern auch noch den Sensationssieg von Rookie Marco Andretti.

Der Sieger lag im Ziel exakt 0,0635 Sekunden vor dem jüngsten Spross der Andretti-Dynastie. Einen knapperen Ausgang hatte es bei "Indy 500" nur 1992 gegeben, als sich Al Unser jr. mit 0,043 Sekunden vor Scott Goodyear durchsetzte. Die einzige Frau im Fahrer-Feld, Danica Patrick, die im vergangenen Jahr sensationell Vierte geworden war, beendete das Rennen im "Nudeltopf" auf Rang acht.

(apa)

29.5.2006 12:00