Verfassungszusatz für Homo-Paare: Bush will gleichgeschlechtliche Ehen verbieten
- US-Präsident: Kongress soll Gesetz verabschieden
- Notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit unwahrscheinlich
US-Präsident George W. Bush will die Eheschließung von homosexuellen Paaren verfassungsrechtlich verbieten lassen. In seiner wöchentlichen Radioansprache sagte Bush am Samstag, die jahrhundertelange Erfahrung habe gezeigt, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau günstig sei "für das Wohlergehen der Kinder und für die Stabilität der Gesellschaft".
Ein Verfassungszusatz sei daher notwendig, zumal "zielbewusst handelnde Richter" dem Land keine andere Wahl gelassen hätten. Für dieses landesweite Problem sei eine landesweite Lösung nötig, sagte Bush. Es wurde erwartet, dass der Senat am Mittwoch über den Verfassungszusatz entscheiden würde.
Beobachter rechneten aber damit, dass ein Verfassungszusatz schwierig durchzusetzen sei - dazu müssten nämlich erst einmal zwei Drittel der Abgeordneten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus dem Vorhaben zustimmen. Darüber hinaus müssen drei Viertel aller 50 US-Staaten einverstanden sein.
(apa/red)
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