Nächste Kapitel im Ortstafel-Streit: Haider mit neuen Attacken gegen VfGH-Präsident
- "Skandalöses Negieren historischer Tatsachen"
- Landeshauptmann: "Beleidigung aller Kärntner"
·Nein aus Kärnten zur Ortstafel-Verordnung
Haider sieht Bevölkerung seines Landes hinter sich
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Befragungsablehnung für BZÖ "schwerer Fehler"
·Ortstafelstreit: Volks- befragung abgelehnt!
Haider zeigt sich von Entscheidung "empört"
·Verordnung: 81 neue Ortstafeln bis 2009?
BZÖ muss Vorschlag zu- stimmen. Haider winkt ab
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Von Altendorf/Stara ves bis Zedras/Sodrazava
·Ortstafeln: 'Methoden
Haiders lächerlich'
Sloweniens Außenminister
setzt auf Bundesregierung
·Ortstafeln: Streit seit über 30 Jahren!
Volksgruppengesetz 1976
regelt die Aufstellung!
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat am Samstag neuerlich VfGH-Präsident Karl Korinek heftig attackiert. In einer Aussendung warf Haider Korinek ein "skandalöses Negieren historischer Tatsachen" vor. Korinek hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, dass Jugoslawien auf seine Gebietsansprüche in Südkärnten verzichtet habe. Dafür müsse sich Korinek "bei Kärnten entschuldigen".
Korinek hatte in dem Interview das Verrücken der Ortstafel in Bleiburg kritisiert und gemeint, dass niemand der Ansicht wäre, diese Handlung sei rechtsstaatlich korrekt gewesen. Zur Notwendigkeit der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln hatte der VfGH-Präsident unter anderem erklärt: "Aus den Protokollen zu den Staatsvertragsverhandlungen sieht man, dass die Minderheitenrechte der Ausgleich für den endgültigen Gebietsverzicht Jugoslawiens waren. Ist es da berechtigt, dass wir die Gegenleistung in Frage stellen? Das ist für mich eine staatspolitische Frage."
Dies wertete Haider nu als "Beleidigung aller Kärntnerinnen und Kärntner". Er verwies auf den Abwehrkampf, bei dem mehr als 300 Kärntner für die Freiheit ihrer Heimat gestorben seien und auf das demokratisch durchgesetzte Selbstbestimmungsrecht, indem die Bevölkerung bei der Volksabstimmung von 1920 für den Verbleib bei Österreich gestimmt hätten. (apa/red)
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