Familientragödie in NÖ: Vater erschoss sechsjährige Tochter und beging Selbstmord
- Beziehungsdrama als Auslöser für schreckliche Tat
Ein 40-Jähriger hat am Samstag in der Früh in der Stadtgemeinde Krems seine sechsjährige Tochter erschossen und sich anschließend selbst getötet. Nach Angaben von Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich, galten Beziehungsschwierigkeiten als Auslöser für die schreckliche Tat. Die Kindesmutter fand gegen 7.00 Uhr das Opfer und den Täter in der Wohnung vor.
Die Sechsjährige war zu diesem Zeitpunkt noch am Leben und wurde schwerst verletzt mit dem Notarzthubschrauber ins AKH nach Wien gebracht. Dort erlag sie aber gegen 10.30 Uhr ihren Verletzungen. Als Tatwaffe dürfte ein Kleinkalibergewehr gegolten haben.
Ursprünglich hätte die Mutter ihre Tochter, die beim Vater zu Besuch war, gegen 11.00 Uhr abholen sollen. Nach einem Telefonat drohte der 40-Jährige aber mit "Konsequenzen", sollte die ehemalige Lebensgefährtin die Beziehung zu ihm nicht mehr aufnehmen. Der Mann lebte seit rund sechs Monaten von der Frau getrennt. Diese hätte daraufhin ein "ungutes Gefühl" gehabt und entschloss sich, ihre Tochter früher als geplant abzuholen. Als sie die Wohnung, gemeinsam mit einer Freundin und einem Nachbarn betrat, fand sie ihre Tochter und den Mann.
Offenbar wollte der Angestellte mit allen Mitteln die Beziehung zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin wieder aufnehmen. Nachdem sie ihm eröffnet hatte, einen neuen Partner zu haben, "hat er das offenbar nicht verkraftet", sagte Leopold Etz, Leiter der Mordkommission des Landeskriminalamtes NÖ. (apa/red)
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